Elisabeth Schikora und ihr Verlobter wurden von den Nazis als Hochverräter ins Zuchthaus gesperrt. Er konnte fliehen. Sie starb mit 31 Jahren in der Irrenanstalt.

Reportage: Robin Szuttor (szu)

Stuttgart - Im Herbst 1942 bekommt Elisabeth Schikora Besuch. Es ist schon Abend, die Irrenanstalt geschlossen. Die verspätete Schwägerin darf trotzdem durch das Tor. Sie findet Elisabeth in einem kellerartigen Raum sitzend. Sie steckt in Bauernkleidern und übergroßen Schuhen. Ihr Haar trägt sie mit Schnürbändern zu einem schiefen Knoten gebunden. Aber ihr Antlitz, so beschreibt es die Schwägerin später, ist schön wie eh und je. Sie bringt eine Nachricht von Leo mit.