Die zehn größten Spiele des VfB Stuttgart Als Daniel Ginczek den VfB rettete

Von Tobias Weißert 

In unserer Serie zeigen wir Ihnen die zehn größten, schönsten, emotionalsten, aber auch wichtigsten Spiele des VfB Stuttgart. Heute: Das Abstiegs-Endspiel beim SC Paderborn.

Trainer Huub Stevens und Torschütze Daniel Ginczek feiern 2015 den Klassenverbleib. Foto: Baumann 11 Bilder
Trainer Huub Stevens und Torschütze Daniel Ginczek feiern 2015 den Klassenverbleib. Foto: Baumann

Stuttgart - Schon vor dem finalen Bundesliga-Kellerkracher an jenem 23. Mai des Jahres 2015 zwischen dem SC Paderborn und dem VfB Stuttgart stand fest, dass mindestens ein Verein absteigen würde. Der gastgebende SCP stand vor dem Anpfiff als Tabellen-18. mit dem Rücken zur Wand. Davon war in den Anfangsminuten allerdings nichts zu sehen – im Gegenteil. Marc Vucinovic traf nach nicht einmal vier Minuten zum schnellsten Treffer der Paderborner Bundesligageschichte. Der frühe Rückstand brachte den VfB in Zugzwang: Die Schwaben wurden deutlich offensiver und rannten immer wieder vehement an.

Nach einer guten halben Stunde belohnten sich die Stuttgarter für ihren Einsatz: Kostic brach über den linken Flügel durch und flankte flach nach innen. In der Mitte klärt Uwe Hünemeier den Ball vor die Füße von Daniel Didavi, der aus acht Metern direkt zum 1:1 einschoss. Danach verpassten es Daniel Ginczek und Martin Harnik nur knapp, die verdiente Führung für den VfB zu erzielen. So ging es mit einem Unentschieden in die Pause. Zu diesem Zeitpunkt waren die Paderborner abgestiegen, der VfB auf dem Relegationsabstiegsplatz.

Erlösung in Minute 72

Nur kurz nach der Pause dann der Schock für beide Mannschaften: Der Hamburger SV hatte im Parallelspiel gegen den FC Schalke den Führungstreffer erzielt. Während Paderborn dadurch auch mit einem Sieg nicht mehr zu retten war, brauchte Stuttgart nun einen Dreier, um nicht direkt abzusteigen. So setzte die Mannschaft aus Bad Cannstatt alles daran, in Führung zu gehen, und belohnte sich in der 72. Minute. Der eingewechselte Alexandru Maxim hatte sich im Mittelfeld gegen Hünemeier sowie Lukas Rupp durchgesetzt und dann perfekt für Ginczek durchgesteckt. Der Stürmer hatte freie Bahn, ließ den Paderborner Torhüter Lukas Kruse ins Leere laufen und vollendete zum 2:1 für die Schwaben. In der Schlussphase stand Stuttgart dann deutlich defensiver und musste sich gegen nun anrennende Paderborner stemmen. Am Ende retteten die Gäste die 2:1-Führung über die Zeit. Damit beendete der VfB die Saison sogar auf Platz 14, da Hertha BSC bei der TSG Hoffenheim verlor.

Sehen Sie hier: Wie der VfB den Klassenverbleib feiert

Aufstellung:

SC Paderborn: Kruse – Heinloth (46. Wemmer), Strohdiek, Hünemeier, Hartherz, Bakalorz (46. Rupp), Vrancic, Vucinovic (76. Koc), Stoppelkamp, Kachunga, Lakic.

VfB Stuttgart: Ulreich – Schwaab, Baumgartl, Rüdiger, Klein, Die, Gentner, Harnik, Didavi (69. Maxim; 90. Niedermeier), Kostic (90.+3 Werner), Ginczek.

Lesen Sie hier den 1. Teil der Serie: Als Diego Maradona nicht nur den VfB verzauberte

Lesen Sie hier den 2. Teil der Serie: Als Guido Buchwald den VfB zum Titel köpfte

Lesen Sie hier den 3. Teil der Serie: Als Krassimir Balakov den VfB vor dem Abstieg rettete

Lesen Sie hier den 4. Teil der Serie: Der VfB schlägt ManU mit Cristiano Ronaldo

Lesen Sie hier den 5. Teil der Serie: Bochum 2007 – im Wechselbad der Gefühle

Lesen Sie hier den 6. Teil der Serie: Als Fernando Meira die Schale falsch herum hielt

Lesen Sie hier den 7. Teil der Serie: Als Mario Gomez den Meister abschoss

Lesen Sie hier den 8. Teil der Serie: Als der VfB mit Barça auf Augenhöhe war




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