Dieter-Roser-Brücke in Esslingen Roserbrücke eventuell früher fertig

Claudia Thomas  erkundigt sich für die  Initiative     nach dem Baufortschritt. Foto: Horst Rudel
Claudia Thomas erkundigt sich für die Initiative nach dem Baufortschritt. Foto: Horst Rudel

Seit Juli ist die Dieter-Roser-Brücke in Esslingen gesperrt. Nachdem sich die Arbeiten zum Ärger der Gewerbetreibenden an der wichtigen Verbindung zwischen B10 und dem Gewerbegebiet um sechs Wochen verzögerten, geht es nun besser voran als gehofft.

Esslingen - Nach einem Ortstermin am Montag auf der Dieter-Roser-Brücke in Esslingen darf die Gewerbegebietsmanagerin Claudia Thomas den Mitgliedern der Standortinitiative Neue Neckarwiesen (SINN) endlich gute Nachrichten verkünden. Denn dank dem milden Herbstwetter sind die witterungsabhängigen Arbeiten an der Brücke fast abgeschlossen. Sollte in den kommenden Wochen nicht extrem viel Schnee fallen, werden laut dem Geschäftsführer des zuständigen Ingenieurbüros Klemens Hampf zum 14. Dezember zwei Fahrspuren befahrbar sein.

Jeden Montag steht Klemens Hampf um 16 Uhr auf der Brücke Rede und Antwort. Seine Auskunftsbereitschaft wird auch in Anspruch genommen. Denn bis zur Fertigstellung wird laut Claudia Thomas auch regelmäßig jemand von der SINN vorbeischauen und sich die Baufortschritte erklären lassen. Claudia Thomas macht auch Fotos an diesem Montagnachmittag. Zu abstrakt war den Beteiligten die Materie des Brückenbaus, als dass man sich einfach per E-Mail hätte informieren lassen.

Dem Termin noch einen Tick voraus

Das versteht auch Klemens Hampf. „Es war besser, es hier vor Ort zu erklären“, sagt er. Dann sagt der Experte, dass die erste Schicht der Abdichtung bereits aufgetragen sei und zum Teil auch der Gussasphalt. Zu den nächsten großen Schritten gehöre die Schalung, dann folge der Beton und die Geländer. „Wir hatten sehr viel Glück, dass wir Ende Oktober noch so gutes Wetter hatten“, sagt er und fügt hinzu: „Wir sind dem 14. Dezember sogar noch einen Tick voraus.“ Konkret bedeutet das laut Hampf, dass an dem genanntem Datum „mindestens“ zwei der drei Fahrbahnen freigegeben sein werden – eventuelle Wetterkatastrophen wie starker Schneefall ausgenommen. In die Röhre schauen dürften vorerst Radfahrer und Fußgänger. An diese Arbeiten wird sich laut Kampf erst nach der endgültigen Fertigstellung der Brückenarbeiten gemacht.

Ursprünglich hätte die Sanierung der Brücke bereits Ende November abgeschlossen sein sollen. Seit Juli laufen die Arbeiten an der Neckarüberführung, über die täglich 16 000 Autos und Lastwagen rollen. Doch Mitte Oktober hatte der Baubürgermeister Wilfried Wallbrecht verkündet, dass der Termin nicht einzuhalten sei, weil sich die Arbeiten bereits sechs Wochen hinter dem ursprünglichen Zeitplan verzögert hätten. Um eine Lösung zu finden, hatte man sich mit allen Beteiligten jedoch zusammengesetzt. So wurde zusätzlich an Samstagen gearbeitet und einige Arbeiten wurden parallel abgewickelt.

„Für uns war das der Obergau, dass sich die Arbeiten so hinziehen“, sagt Claudia Thomas. Sorgen macht ihr trotz der Prognose hinsichtlich des 14. Dezembers die Tatsache, dass der Esslinger Mittelalter- und Weihnachtsmarkt bereits am 24. November beginnt. Schon jetzt sei die Verkehrssituation an der Adenauerbrücke, auf die die meisten Verkehrsteilnehmer ausweichen, ärgerlich. Wenn dann auch noch die Weihnachtsmarktbesucher mit dem Auto anreisen, „wird es ganz schlimm“, befürchtet die Gewerbegebietsmanagerin.




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