Digitale Kunst in der Herrenberger Stiftskirche Der Altar als Projektionsfläche

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Der Jerg-Ratgeb-Altar ist zurück an seinem ursprünglichen Standort – zumindest in digitaler Form. Und die Besucher können mit dem Kunstwerk in der Herrenberger Stiftskirche interagieren.

Interaktive Kunst: der Altar reagiert auf Gesten der Besucher Foto: factum/Simon Granville
Interaktive Kunst: der Altar reagiert auf Gesten der Besucher Foto: factum/Simon Granville

Herrenberg - Der Jerg-Ratgeb-Altar ist wieder zurück an seinem ursprünglichen Standort – zumindest in digitaler Form. In der Herrenberger Stiftskirche wird das Kunstwerk jetzt zur Feier seines 500-jährigen Bestehens bis zum ersten Advent zu sehen sein. Aus konservatorischen Gründen darf das Original die Staatsgalerie in Stuttgart nicht verlassen, deshalb wurde eine virtuelle Version davon geschaffen. Anders als im Kunstmuseum kann die Projektion aber in den Gottesdienst eingebunden werden.

Viel Programm zum Jubiläum

Und die Besucher können ebenfalls mit dem Gemälde von Jerg Ratgeb interagieren: Es lässt sich per Gestensteuerung öffnen und schließen, wie der Besucher auf dem Foto demonstriert. Auf dem Boden ist dafür der korrekte Standort für den Betrachter gekennzeichnet. Außerdem gibt es eine Live-Schaltung in die Staatsgalerie mit direktem Blick auf den echten Jerg-Ratgeb-Altar. Zum Jubiläum des Meisterwerks bietet die evangelische Kirchengemeinde viel Programm. Am Sonntag, 20. Oktober, findet beispielsweise eine festliche TRompetengala zum runden geburtstag des Altars statt: Bernhard Kratzer, der in Herrenberg wohnende Solotrompeter vom Staatsorchester Stuttgart, präsentiert von 17 Uhr an mit dem Organist Paul Theis „glanzvolle Trompetenkonzerte und virtuose Orgelwerke“.