Digitalisierung der Mobilität Appell zur Gemeinsamkeit

Martin Huber plant die Mobilität in Hamburg. Foto: Lichtgut//Leif Piechowski

Daten spielen eine entscheidende Rolle bei der Mobilität der Zukunft. Deren Erhebung dürfe man nicht alleine der Privatwirtschaft überlassen, plädiert ein Fachmann aus Hamburg.

Stuttgart - Martin Huber leitet in Hamburg das Amt für Verkehr und Straßenwesen. „Damit bin ich zuständig für alles, was sich bewegen soll“, sagte er mit einer Pause zwischen „bewegen“ und „soll“. Um wieder mehr Bewegung in den Verkehr der Hansestadt zu bringen, setzt man im Norden auf die Digitalisierung. Die dürfe aber kein Selbstzweck sein, so Huber. Die neuen Techniken müssten für mehr Sicherheit sorgen, helfen, die Schadstoffe zu reduzieren, und vor allem zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Infrastruktur führen.

 

Das Thema rückt in den Fokus

Mit einer gewissen Zufriedenheit registriert Huber, dass das Thema Mobilität aus einer Nische in den Fokus der gesellschaftlichen Diskussion gerückt sei. „Das Thema wird zum Fortschrittstreiber Nummer eins in Deutschland“, zeigt sich Huber zuversichtlich.

Dafür brauche es aber ein Mehr an Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand und den Unternehmen. Dies sei vor allem beim Generieren von Daten notwendig, „das können wir nicht allein den Privaten überlassen“, so Huber. Hamburg rüstet deswegen derzeit alle relevanten Knotenpunkte im Straßennetz mit Infrarotkameras aus. „Die vorhandene Infrastruktur muss besser genutzt werden. Das gelingt aber nur, wenn die Infrastruktur laufend, automatisch und in Echtzeit Daten über ihren Zustand ermittelt und weitergibt“. Die Digitalisierung der Mobilität sei keine Revolution aber eine „riesige Umwälzung“, die erst am Anfang stehe.

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