Digitalisierung der Schulen in Stuttgart Kein Schul-WLAN – was nun?

Ein Notebook wäre schon mal da. Doch an vielen Schulen fehlt WLAN. Foto: dpa/Soeren Stache
Ein Notebook wäre schon mal da. Doch an vielen Schulen fehlt WLAN. Foto: dpa/Soeren Stache

Auf einer virtuellen Plattform können Stuttgarter Schulen Unterstützer bei der Digitalisierung finden. Die ersten Gesuche und Angebote sind bereits eingegangen.

Lokales: Inge Jacobs (ja)
WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Stuttgart - Immer noch müssen viele Schulen in Stuttgart mit den Lücken bei der IT-Ausstattung kämpfen. Das bremst sie bei der Digitalisierung aus. Bis die Mittel aus dem Digitalpakt des Bundes abgerufen und die Infrastruktur zeitgemäß umgerüstet werden können, dauert es noch. Auf schnellem und unbürokratischem Weg helfen soll den Schulen jetzt eine digitale Vermittlungsplattform. Gesucht und angeboten werden können technisches Equipment, aber auch die Expertise von externen Unterstützern. Eine Art Marktplatz. Ins Leben gerufen hat sie die Stuttgarter Kinderstiftung.

Lesen Sie aus unserem Angebot: Wie Schulen digitaler werden sollen

Die Ausgangsfrage sei gewesen: „Wie kann die Zivilgesellschaft die Schulen bei der Digitalisierung unterstützen?“, berichtet Silke Schmidt-Dencker von der Stuttgarter Kinderstiftung. Um diese Frage zu klären, habe man die geschäftsführenden Schulleiter, die Gesamtelternvertretung, das Stadtmedienzentrum und Vertreter der Stadtverwaltung und von Unternehmen an einen Tisch gebracht. Dabei sei schnell klar geworden, „dass eine Unterstützung nicht ganz einfach zu organisieren ist, weil auch die Schulen alle sehr unterschiedlich ausgestattet und ausgebildet sind“, so Schmidt-Dencker. Deshalb sei man auf die Idee mit der Plattform gekommen.

Auf der Plattform können Schulen ihren Bedarf öffentlich machen

Auf der neuen Seite www.schul-booster.de können die Schulen ihren jeweiligen Bedarf selber einstellen und somit für die Öffentlichkeit sichtbar machen, womit und wie diese die Schulen unterstützen kann. Dabei gehe es ausschließlich um ehrenamtliche und kostenfreie Unterstützungsangebote. Die ersten Einträge gibt es schon. So meldet sich die Altenburg-Gemeinschaftsschule auf dem Hallschlag mit folgendem Anliegen: „Das gesamte Erd- und Untergeschoss ist nicht ausreichend beziehungsweise nicht mit WLAN ausgestrahlt. Hier benötigen wir Hilfe, da wir ab dem kommenden Schuljahr unsere Klassenbücher digital führen wollen“, lautet der Eintrag.

Auch die Helene-Fernau-Horn-Schule in Freiberg hat Probleme mit WLAN: „Es gibt an unserer Schule einzelne Familien, die zu Hause nicht über ein ausreichendes WLAN verfügen. Für künftige Schulschließungen/Wechselunterricht/Fernlernphasen suchen wir eine Lösung über einen mobilen WLAN-Hotspot zusammen mit einem Datentarif.“ Unterdessen sucht die Robert-Koch-Realschule in Vaihingen Geldspenden, „um weitere Räume mit Beamer und Dokumentenkamera auszustatten beziehungsweise defekte Dokumentenkameras und Beamer zu ersetzen“.

Eine Firma bietet an, ein Kollegium „fit für IT“ zu machen

Auch ein Anbieter hat sich gemeldet. Die Firma Vector Informatik aus Weilimdorf bietet Schulen „Unterstützung bei technischen Themen oder Support bei der Softwareanwendung“ an, man sei auch bereit, mit dem Kollegium der Schule den Wissensbedarf zu identifizieren und gemeinsam einen passenden Workshop zu entwickeln, „so dass Sie fit für die Aufgaben im IT-Bereich sind“, schreibt die Firma.




Unsere Empfehlung für Sie