Nach eklatanten Defiziten in der digitalen Infrastruktur im vergangenen Jahr treiben Gemeindeverwaltung und Gemeinderat die IT-Ausstattung im Rathaus, den Schulen und Kindertagesstätten voran.

Schönaich - Kommunale Einrichtungen in Schönaich erfahren im Frühjahr einen Digitalisierungsschub. Mit diesen positiven Nachrichten wartete die Gemeindeverwaltung in der Ausschusssitzung für Finanzen und Soziales in der Schönaicher Gemeindehalle am Dienstagabend auf. Profiteure dieser Entwicklung sind vor allem die Grund- und Realschule. Die Johann-Bruecker-Grund- und Förderschule kann „in Kürze“, wie Hauptamtsleiter Jochen Pfingsttag mitteilte, an das WLAN angeschlossen werden. Die Verkabelungsarbeiten in der Schule seien dafür bereits abgeschlossen. Ganz verrichtet sind die Arbeiten allerdings noch nicht, denn an Netzwerk und Server müsse weiter gearbeitet werden.

Die Johann-Bruecker-Realschule war im Herbst 2020 durch den Zusammenbruch des Servers das Sorgenkind der Gemeinde. Damals war die Schule vom Netz abgekoppelt und damit auch ohne Internet. Mehr als vier Monate später ist das Problem gelöst. „Der Zugang zum Internet ist gewährleistet. Wir sind auch kurz davor, das WLAN in Betrieb zu nehmen“, fügt Pfingsttag an. Auch im Hardware-Bereich, also der Ausstattung durch Geräte wie PCs, Laptops, Tastaturen oder iPads, ist investiert worden. Erst kürzlich wurden für die Schulverwaltung vier Computer beschafft. „Die vorherigen Rechner hatten massive Probleme“, erläutert Pfingsttag. Für den Computerraum sind zudem 17 weitere PCs gekauft worden.

Dass in den ersten Monaten 2021 viele Investitionen im Bildungsbereich vorgenommen werden konnte, liegt zu einem großen Teil an Fördermitteln, die besonders durch den Bund zur Verfügung gestellt wurden. Im Rahmen des „Digitalpakts Schule“ hat die Grundschule über 31 500 Euro bekommen. Für die Bereitstellung von Tablet-Leihgeräten für Lehrkräfte stehen rund 9300 Euro zur Verfügung. Die Realschule hat im Zuge des „Digitalpakts“ Gelder von über 25 000 Euro bekommen. Die bestellte Hardware ist im März vollständig erfolgt. In dieser Woche könnte außerdem noch die Bestellung weitere Leih-iPads rausgehen. Dafür steht der Gemeinde durch den „Digitalpakt“ etwa 10 400 Euro bereit.

Das Rathaus verfügt ebenfalls über ein funktionierendes WLAN-Netz, das auch Gäste benutzen können. Hier wie auch im Falle der Schulen ist die Gemeinde bei der Qualität des Internets aber abhängig von der Breitbandausstattung. Die lasse noch zu wünschen übrig, so Jochen Pfingsttag. Er hofft, dass die Breitbandstruktur in der zweiten Hälfte des Jahres besser ist. Bis dahin soll nämlich der Glasfaserausbau durch die Deutsche Telekom weiter fortgeschritten sein.

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