Dinosaurier Dino-Skelett Skinny kommt bei Auktion nicht unter den Hammer

Das Skinny getaufte Skelett des rund 155 Millionen Jahre alte Langhals-Sauriers, ein enger Verwandter der Gattung Diplodocus, im Flughafen London Heathrow. Foto: Aguttes Auctions/dpa
Das Skinny getaufte Skelett des rund 155 Millionen Jahre alte Langhals-Sauriers, ein enger Verwandter der Gattung Diplodocus, im Flughafen London Heathrow. Foto: Aguttes Auctions/dpa

Das fast vollständig erhaltene Skelett eines rund 155 Millionen Jahre alten Langhals-Sauriers sollte in Paris versteigert werden. Der Verkauf platzte, weil das Mindestgebot von 1,2 Euro nicht erreicht wurde. Wissenschaftler sehen es kritisch, dass Dinos in private Sammlerhände gelangen.

Leben: Markus Brauer (mb)

Paris - Ein rund 155 Millionen Jahre altes Dinosaurier-Skelett hat bei einer Versteigerung in Paris keinen neuen Besitzer gefunden. Der Mindestverkaufswert des Skinny getauften Langhals-Sauriers sei nicht erreicht worden, teilte das Auktionshaus Aguttes mit.

Langhals-Saurier zu verkaufen

Bei der Versteigerung am Donnerstagnachmittag hätten zwei Bieter am Telefon bis zu 1,15 Millionen Euro für das rund 155 Millionen Jahre alte Skelett des Diplodocus-Verwandten geboten.

Das französische Auktionshaus schätzte den Wert von Skinny (englisch für dünn) aber auf mindestens 1,2 Millionen bis 1,8 Millionen Euro.

Skinny 2012 in Wyoming ausgegraben

Diplodocus war eine Gattung von großen Sauriern, die vor 156 bis 147 Millionen Jahren vor allem im westlichen Nordamerika lebten. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Art gehörten Apatosaurus und Barchiosaurus, die eine Länge von 21 bis 27 Metern erreichten und ein Gewicht von 30 bis 44 Tonnen hatten.

Skinnys Besitzer ist ein europäischer Sammler, dessen Namen das Auktionshaus nicht nennt. Das knapp 13 Meter lange und zu 90 Prozent komplette Skelett war zuvor am Londoner Flughafen Heathrow im Terminal 5 ausgestellt worden.

Es wurde 2012 im US-Staat Wyoming entdeckt. Den Verkauf von wissenschaftlich wertvollen Skeletten an private Sammler sehen viele Experten kritisch.




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