Diskussionsrunde in Renningen Der Patriarch von Damaskus spricht über die Lage in Syrien

Von red 

Pfarrer Franz Pitzal diskutiert mit Gregorius III., Bürgermeister Wolfgang Faißt und der türkischstämmigen CDU-Vorstandsfrau Birgül Akpinar.

Franz Pitzal beim Patriarchen in Syrien. Foto: privat
Franz Pitzal beim Patriarchen in Syrien. Foto: privat

Renningen - Der Renninger Pfarrer Franz Pitzal ist für seine internationalen Kontakte bekannt. So ist es nicht wirklich verwunderlich, dass er am Freitag, 19. Mai, einmal mehr einen besonderen Gast präsentieren kann.

Um 20 Uhr wird der syrische Patriarch Gregorius III. mit Bürgermeister Wolfgang Faißt und der türkischstämmigen CDU-Politikerin Birgül Akpinar über die Situation in seiner Heimat und die deutsche Flüchtlingspolitik diskutieren.

Gregorius gehört der melkitischen griechisch-katholischen Kirche an, die mit der römischen Kirche verbunden ist. Die Melkiten, die Königstreuen der Herrscher von Byzanz, sehen sich als die Urkirche des Heiligen Landes und als die direkten spirituellen Nachkommen und Erben der ersten Christengemeinden von Jerusalem und Galiläa. Seit 2000 ist er Bischof von Damaskus und wurde zum Oberhaupt der melkitisch-katholischen Kirche, zum Patriarchen von Antiochien, gewählt und nahm Gregorius III. als seinen Amtsnamen an.

Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik

Bis vor wenigen Tagen war der 86-Jährige deren Oberhaupt, hat aber Anfang Mai beim Papst, zu dem ihm ein guter Kontakt nachgesagt wird, seinen Rücktritt als Patriarch eingereicht. Ein Nachfolger ist allerdings noch nicht gewählt.

Die Aufgabe des offiziellen Amtes bedeutet freilic

h nicht, dass Gregorius weniger engagiert für die Menschen in seiner syrischen Heimat kämpft und auf deren Schicksal hinweist. Franz Pitzal war im vergangenen Jahr zu Gregorius nach Syrien gereist und hatte mit ihm gemeinsam Flüchtlingskinder besucht.

Aufsehen hatte der Patriarch vor zwei Jahren erregt, als er in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Kritik an der damaligen deutschen Flüchtlingspolitik äußerte und laut Darstellung der Zeitung Sympathien für den syrischen Machthaber Assad erkennen ließ.

Es wird also spannend, wenn am Freitagabend Bürgermeister Faißt, der Patriarch und die alevitsche Politikerin, die dem CDU-Landesvorstand angehört, im Bürgerhaus aufeinander treffen. Moderiert wird das Gespräch vom Leiter der LKZ-Redaktion, Thomas K. Slotwinski.




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