Korrespondenten: Thomas Wüpper (wüp)

Aufwärtstrend:
Die Dominikanische Republik ist ein aufstrebendes Entwicklungsland mit gut zehn Millionen Einwohnern und einem Wirtschaftswachstum von zuletzt gut vier Prozent. Das Land umfasst den östlichen Teil der Karibikinsel Hispaniola. Wichtigste Einnahmequellen sind der Tourismus, rund 60 Freihandelszonen, Agrarexporte und die Transferzahlungen von rund 1,4 Millionen Dominikanern, die im Ausland leben und ihr Glück vor allem in den USA und Spanien gesucht haben.

Konsolidierungspolitik: Seit 2012 wird die Republik von DaniloMedina regiert. Seine Konsolidierungspolitik steht unter Beobachtung des Internationalen Währungsfonds (IWF), mit dessen Hilfe das Land vor zwölf Jahren die schwerste ökonomische Krise seiner Geschichte in den Griff bekam. Die Verschuldung ist hoch, die Handelsbilanz seit zehn Jahren negativ. Nach Deutschland werden vor allem Bananen, Kaffee und Kakao exportiert. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt rund 5800 US-Dollar im Jahr, die Unterschiede zwischen Arm und Reich sind wie überall in Lateinamerika groß.

Haiti: Trostloser ist die Lage im Nachbarland Haiti, das im westlichen Drittel von Hispaniola liegt. Das Pro-Kopf-Einkommen beträgt nur 810 US-Dollar; damit ist Haiti das ärmste Land der westlichen Welt. Vier von fünf Menschen müssen mit weniger als zwei Dollar am Tag auskommen. Beim verheerenden Erdbeben in der Hauptstadt Port-au-Prince starben vor fünf Jahren 250 000 Menschen und 1,5 Millionen Menschen wurde obdachlos. 85 000 Haitianer hausen immer noch in Zelten.

Ökologie: Ökologie Politische Instabilität, Korruption und Kriminalität gelten als Probleme, denen nur schwer beizukommen ist. Hinzu kommt ein ökologisches Desaster. Anders als die Nachbarrepublik ist Haiti fast völlig abgeholzt worden, was das Land noch anfälliger für verheerende Überschwemmungen und Wirbelstürme macht.

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