Donald Trumps angebliche Affäre Pornostar Stormy Daniels gibt verräterisches Zeichen

Von red/AP 

Hatte sie eine Affäre mit US-Präsident Domald Trump? In der TV-Show „Jimmy Kimmel Live!“ weicht Pornostar Daniels den Fragen aus. Als sie eine Puppe in die Kamera hält, verrät das allerdings einiges.

Hat sie oder hat sie nicht? Stormy Daniels in der „Jimmy Kimmel Live!“-Show. Der Pornodarstellerin wurde offensichtlich ein Maulkorb verpasst. Foto: AP
Hat sie oder hat sie nicht? Stormy Daniels in der „Jimmy Kimmel Live!“-Show. Der Pornodarstellerin wurde offensichtlich ein Maulkorb verpasst. Foto: AP

New York - Die Pornodarstellerin Stormy Daniels hat eine angebliche Affäre mit US-Präsident Donald Trump in einer schriftlichen Erklärung bestritten. In einer Fernsehshow wich sie am Dienstag (US-Zeit) Fragen danach überwiegend aus.

Medienberichten zufolge hatte Daniels, deren bürgerlicher Name Stephanie Clifford ist, 2006 eine intime Beziehung mit dem damals bereits verheirateten Trump. Michael Cohen, der persönliche Anwalt des Präsidenten, hat dies bestritten.

Cliffords Erklärung zufolge hat es die Affäre nie gegeben. Ihr Anwalt Keith Davidson teilte mit, die Erklärung sei echt. Im Anschluss an Trumps Rede zur Lage der Nation trat Daniels in der US-Fernsehshow „Jimmy Kimmel Live!“ des Senders ABC auf. Auf Kimmels Fragen nach der angeblichen Affäre reagierte sie überwiegend mit Schweigen oder Späßen.

„Das sieht nicht wie meine Unterschrift aus, oder?“

Im Hinblick auf die Echtheit der Erklärung blieb sie vage. Kimmel zeigte ein Exemplar der Erklärung und verglich ihre Unterschrift mit anderen Beispielen. Sie stimmten nicht überein, sagte er, und fragte, ob Clifford das Dokument unterschrieben hat. „Ich weiß nicht, habe ich?“ antwortete sie. „Das sieht nicht wie meine Unterschrift aus, oder?“

Kimmel fragte, ob dies ein Eingeständnis sei, dass die Erklärung ohne ihre Zustimmung verfasst und veröffentlicht worden sei. Clifford reagierte mit einem Lächeln und Kichern. Das restliche Interview verlief ähnlich. Clifford sagte nicht, ob sie eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet hat. Auf die Frage, ob ein von der Zeitschrift „In Touch“ veröffentlichtes Interview korrekt ist, antwortete sie: „Nicht wie es geschrieben wurde.“

Als Kimmel begann, Details ihrer angeblichen Begegnung mit Trump vorzulesen, unterbrach Clifford ihn und sagte: „Ich dachte, dies sei eine Talkshow und kein Horrorfilm. Denn das ist eine ganz andere Honorarliga.“

Interview in der „In Touch“

Das „Wall Street Journal“ hatte vor wenigen Wochen berichtet, dass Cohen für Clifford eine Zahlung von 130 000 Dollar (gut 100 000 Euro) dafür ausgehandelt habe, dass sie sich nicht öffentlich zu der angeblichen Affäre äußert. Eine Woche später druckte „In Touch“ ein etwa 5000 Wörter langes Interview, das die Zeitschrift 2011 mit Clifford geführt hatte. „In Touch“ hatte es zunächst nicht veröffentlicht, nachdem Cohen der Zeitschrift mit einem Gerichtsverfahren gedroht hatte, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

In dem Interview beschrieb Clifford eine einzelne sexuelle Begegnung mit Trump im Jahr 2006, als er frisch mit seiner dritten Frau Melania verheiratet war, und ihr Verhältnis in den folgenden Jahren. Die Zeitschrift hat sich nach eigenen Angaben Cliffords Aussagen von Freunden der Pornodarstellerin bestätigen lassen. Clifford habe auch einen Test mit einem Lügendetektor bestanden.

Am Dienstag sagte Clifford, sie dementiere die Affäre nicht, weil ihr „Schweigegeld“ gezahlt worden sei, sondern, „weil es nie passiert ist“.

Zu Beginn der Sendung schauten Kimmel und Clifford gemeinsam Trumps Rede. Dann sagte der Moderator, „Stormy, zeig mir mit dieser Puppe, was er mit dir gemacht hat“, während er eine Puppe hielt, die ein T-Shirt und eine Unterhose trug und eine Trump-ähnliche Frisur hatte. Clifford zog eine blonde weibliche Puppe hervor, deren Mund mit Klebeband überzogen war, und nickte leicht, während sie in die Kamera blickte.