Drama mit neun Toten Kobe Bryants Helikopter stürzte bei Nebel in einen Berghang

Von red/AP/dpa 

Nach dem Helikopterabsturz um den ehemaligen NBA-Star Kobe Bryant und dessen 13-jähriger Tochter Gianna gibt es mehr Informationen zu dem Unglück. So soll das Wetter eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Der Unfalltod von Kobe Bryant und den weiteren Insassen schockt die Sportwelt. Foto: AP/Mark J. Terrill 9 Bilder
Der Unfalltod von Kobe Bryant und den weiteren Insassen schockt die Sportwelt. Foto: AP/Mark J. Terrill

Calabasas - Nach dem Unfalltod von Ex-Basketballstar Kobe Bryant und dessen 13-jähriger Tochter Gianna gibt es neue Details zu den Umständen der Tragödie. Der Unglückshelikopter mit Bryant und acht weitere Insassen an Bord sei am Sonntagmorgen (Ortszeit) nahe Los Angeles bei Nebel unterwegs gewesen, teilten Behördenvertreter mit. Die Bedingungen seien sogar als so gefährlich eingestuft worden, dass die lokale Polizei ihre eigenen Hubschrauber am Boden belassen habe.

Kurz nach 9 Uhr (Ortszeit) hob Bryants Helikopter von Santa Ana im Bezirk Orange County im Süden von Los Angeles ab, wie aus Daten des Flugdienstes Flightradar24 hervorgeht. Dann kreiste er eine Weile östlich der Autobahn nahe Glendale. Fluglotsen hätten auf schlechte Sichtverhältnisse rund um Burbank im Norden sowie Van Nuys im Nordwesten hingewiesen.

Einsatz dauert wohl mehrere Tage

Gegen 9.45 stieg Bryants Hubschrauber vom Typ Sikorski S-76 mehr als 600 Meter in die Höhe, sank ab und krachte laut Flightradar24 in einen Berghang. Der Absturzort liegt in Calabasas, rund 48 Kilometer nordwestlich von der Innenstadt von L.A. Bryants Mamba-Sportakademie im nahen Thousand Oaks hielt am Sonntag ein Basketballturnier ab.

Der Gerichtsmediziner des Bezirks Los Angeles, Jonathan Lucas, sagte, das felsige Terrain erschwere die Bergung der Leichen. Es dürfte mindestens ein paar Tage dauern, bis der Einsatz abgeschlossen sei. Gutachter der Bundesbehörde für Transportsicherheit (NTSB) sind zum Absturzort unterwegs. Sie werden unter anderem die bisherige Laufbahn des Piloten, die Wartungsgeschichte des Helikopters sowie Dokumente von Besitzer und Betreiber prüfen, wie NTSB-Vorstand Jennifer Homendy auf einer Pressekonferenz mitteilte.

Der Pilot Kurt Deetz, der Bryant früher per Helikopter flog, sagte, als Unglücksursache sei schlechtes Wetter wahrscheinlicher als Probleme mit dem Triebwerk oder der Mechanik.

Auch Basketball-Trainer war an Bord

Derweil wurde näheres zu den weiteren Opfern der Tragödie bekannt. Der langjährige Basketball-Trainer des Orange Coast College, John Altobelli (56), starb ebenfalls bei dem Absturz. Zu den neun Passagieren, die alle ums Leben kamen, zählten nach Angaben von Altobellis jüngerem Bruder Toni bei der Nachrichtenagentur AP auch die Frau des College-Coaches, Keri, und die gemeinsame Tochter Alyssa. Auch Bryants 13-jährige Tochter Gianna starb bei dem Unglück. Die beiden Mädchen spielten im gleichen Basketball-Team.