22 Kommunen aus Baden-Württemberg, die sich vorbildlich im Klimaschutz engagieren, bekamen von Umweltministerin Thekla Walker den European Energy Award verliehen. Im Rahmen des europäischen Zertifizierungsverfahrens treiben Kommunen den Klimaschutz auf ihrem Gebiet systematisch voran. Ostfildern ist zum ersten Mal ausgezeichnet worden. Unter den Preisträgern 2024 sind auch der Landkreis Esslingen und Dettingen.
„Ich freue mich sehr, wieder zahlreiche Kommunen mit dem European Energy Award für ihr starkes Engagement auszeichnen zu dürfen. Diese Städte, Gemeinden und Landkreise reden nicht nur von Klimaschutz, sondern gehen die Herausforderung aktiv an“, sagt Thekla Walker.
Der Preis ist ein Qualitätsmanagement- und Zertifizierungstool für kommunale Verwaltungen. Projekte auf lokaler Ebene werden erfasst und geprüft. „Deshalb haben wir uns 2022 für die Teilnahme am eea entschieden“, sagt Ostfilderns Klimaschutzmanagerin Daniela Weisbarth. Seitdem hat sie in der Stadt einiges auf den Weg gebracht. So hat die Stadtverwaltung Optimierungspotenziale identifiziert und ein klimapolitisches Arbeitsprogramm mit 41 Projekten ausgearbeitet, das vom Gemeinderat beschlossen wurde. „Im Bereich der Wärmeplanung, der Mobilität und der Öffentlichkeitsarbeit ist schon einiges angestoßen oder umgesetzt worden“, sagt die Klimaschutzmanagerin.
Preis als Ansporn für weitere Projekte
Mit einem Ergebnis von 64 Prozent der möglichen Punkte wurde die Stadt nun erstmalig zertifiziert. Für die Auszeichnung müssen 50 Prozent erreicht werden, ab 75 Prozent gibt es eine Gold-Auszeichnung. Die Zertifizierung mit dem Award gilt für maximal vier Jahre. „Das ist für uns Ansporn, beim Klimaschutz weiterhin konsequent zu handeln, Maßnahmen umzusetzen und uns weiter zu verbessern“, sagt Weisbarth. Landesweit wurden dieses Jahr acht Städte, neun Gemeinden und fünf Landkreise prämiert. Insgesamt nehmen in Baden-Württemberg 181 Kommunen und Landkreise teil.