InterviewDrei Fragen an Andreas Schmid Erphenbrass: Viel mehr als Polka

Von Thomas Staiber 

Die Band Erpfenbrass spielt im am 19. Dezember um 20 Uhr im Stuttgarter Theaterhaus ihren speziellen „Erpfen-Sound“. Der Gitarrist und Bassist Andreas Schmid erklärt, was man sich darunter vorzustellen hat.

Eine bunte Truppe: die Band Erpfenbrass Foto: Erpfenbrass
Eine bunte Truppe: die Band Erpfenbrass Foto: Erpfenbrass

Stuttgart - Andreas Schmid spielt in der Band Erphenbrass, die an diesem Dienstag im Theaterhaus auftritt.

Herr Schmid, das Dorf Erpfenhausen liegt im Kreis Heidenheim auf der Schwäbischen Alb, dort haben Sie den „Erpfen-Sound“ kreiert. Was hat man sich darunter vorzustellen?
Der Erpfen-Sound zeichnet sich durch Vielfältigkeit, Eigenständigkeit und Humor aus. Wir haben uns vor acht Jahren gegründet mit der Polka „Böhmischer Traum“, „Hey Jude“ von den Beatles und dem Jazz-Stück „Cold Duck Time“. Jeder spielt bei uns mehrere Instrumente, und wir wechseln für fast jedes Stück die Besetzung.
Wie wichtig sind Tradition und Dialekt für Sie?
Wir sind darin stark verwurzelt. Wir versuchen, das schwäbische Kulturgut durch unsere Musik in die Welt zu tragen, und wollen zeigen, dass Blasmusik eine geile Sache ist und man mit einem Tenorhorn mehr als nur Polka spielen kann.
Großen Anklang bei Ihren Auftritten findet etwa der Titel „Ich sauf ne Halbe rein“. Spielen Sie den auch in Stuttgart?
Auch in Stuttgart werden wir nicht vergessen, wo wir herkommen. Auf dem Land ist die Polka das gängigste Format, deswegen haben wir mit dem „Brennberg“ schon mal einen Klassiker im Programm. Eine Halbe werden wir aber wahrscheinlich erst nach dem Konzert „reinsaufen“, gerne aber mit dem Publikum.