Drei Männer aus dem Kreis Göppingen in Haft Sprengungen von Bankautomaten aufgeklärt?

Der Versuch, diesen Geldautomaten in Donzdorf zu sprengen, war im Juni gescheitert. Die drei Verdächtigen sollen auch für diese Tat verantwortlich sein. Foto: 7aktuell.de/Christina Zambito

Drei Männer aus Göppingen und Eislingen sind in Untersuchungshaft, weil sie für mehrere Bankautomaten-Sprengungen im Kreis Göppingen verantwortlich sein sollen. Sie sollen auch eine Tat in Lorch (Ostalbkreis) verübt haben.

Nach der Sprengung eines Geldautomaten in Lorch sitzen seit mehr als vier Wochen drei Männer aus dem Raum Göppingen und Eislingen in Untersuchungshaft. Hatte anfangs wegen des Tatorts Lorch noch die Staatsanwaltschaft Ellwangen die Ermittlungen übernommen, hält mittlerweile die Staatsanwaltschaft Ulm die Fäden in der Hand. Offenbar werden den Verdächtigen auch diverse gesprengte Automaten im Kreis Göppingen angelastet. Da die Pressestelle der Ulmer Behörde am Freitag nicht erreichbar war, wurde dies nicht offiziell bestätigt, es liegt jedoch auf der Hand, da die Mehrzahl der Tatorte im Zuständigkeitsbereich der Ulmer Ermittler liegt.

 

Im Kreis Göppingen wurden in diesem Jahr fünf Automaten gesprengt

Nach Informationen des Landeskriminalamts sind die drei Tatverdächtigen im Alter zwischen 18 und 21 Jahren. Am 14. November erließ ein Ermittlungsrichter Haftbefehle gegen die Männer aus dem Kreis Göppingen. Immer wieder war spekuliert worden, nicht zuletzt basierend auf Aussagen verschiedener Ermittler, dass möglicherweise aus den Niederlanden angereiste Banden für die Taten verantwortlich seien. Doch es verhält sich offenbar anders, zumal sich die Muster ähneln, auch waren mehrfach Motorroller als Fluchtfahrzeuge im Spiel, die Täter sollen immer zu zweit aufgetreten sein.

Im Kreis gab es in diesem Jahr fünf gesprengte Automaten, hinzu kommt die Tat im Ostalbkreis in Lorch am 12. Oktober, seitdem wurden keine weiteren Sprengungen registriert. Los ging es am 10. Februar in Uhingen. Nachdem der Automat der Ing-Diba-Bank im Kaufland in die Luft geflogen war, entkamen die Täter mit Beute in unbekannter Höhe. Dann war erst einmal Ruhe, bis am 1. Juni um 1.30 Uhr versucht wurde, den Automaten der Kreissparkasse am Gingener Weg in Donzdorf zu sprengen. Das misslang jedoch. Anders fünf Tage später: Dieses Mal traf es die Sparda-Filiale an der Hauptstraße in Eislingen, die beiden Männer entkamen am 6. Juni um 2.15 Uhr mit Beute in unbekannter Höhe. Keinen Erfolg hatten die Täter am 28. September in Jebenhausen, als sie versuchten, den Automaten der Volksbank am Herdweg zu sprengen. Kurz darauf erging es ihnen in Ursenwang nicht besser: Vier Tage vor der Tat in Lorch, am 8. Oktober, hielt der Automat der Kreissparkasse der Sprengung stand, es entstand rund 60 000 Euro Schaden. Unweit des Tatorts wurde ein gestohlener Motorroller mit laufendem Motor entdeckt.

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