Drei Monate nach Unfall So geht es dem verletzten Artisten aus dem Weltweihnachtscircus

Artist Dmitriy Grygorov im Weltweihnachtscircus. Foto: Lichtgut

Der Luftakrobat Dmitriy Grygorov von Flight of Passion, der im Januar im Weltweihnachtscircus abgestürzt ist, freut sich über Fortschritte.

Lokales: Iris Frey (if)

Im Januar war der 49-jährige Luftakrobat Dmitriy Grygorov im Weltweihnachtscircus aus etwa zehn Metern Höhe zusammen mit Luftakrobatin Daria Verbitskaya in Stuttgart abgestürzt und hat sich schwer verletzt: Beide Fußgelenke waren zertrümmert. Im Stuttgarter Marienhospital wurde er von dem Unfallchirurgen Ulrich Liener und dessen Team sechs Mal operiert. Für die Ärzte eine große und komplizierte Herausforderung nach den Trümmerbrüchen. Der erste Nachschau-Termin gibt dem Artisten weitere Hoffnung auf Genesung.

 

Nach einer Computertomografie hat Liener, Ärztlicher Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, den Artisten nun neuerlich begutachtet. Er sei glücklich über die Fortschritte, sagte Grygorov am Telefon gegenüber unserer Zeitung. Die Computertomografie sei positiv und die Heilung verlaufe gut. „Ich beginne nun damit, meine Beine langsam zu belasten“, sagt er. Jede Woche werden zehn Kilogramm mehr dazu kommen. „Diese Woche sind es 20 Kilogramm, nächste Woche 30, dann 40 und schließlich 50.“ Dies sind erste Vorbereitungen, dass der Artist seine Füße eines Tages wieder ganz belasten und seinen Beruf ausüben kann.

Jetzt trainiert der Artist nach seinem Absturz wieder. Foto: privat

Der Artist konzentriert sich nun voll und ganz auf seine Übungen, damit die Füße weiter heilen mit dem großen Ziel, im Oktober im Palazzo in Mannheim wieder auftreten zu können. Schmerzen habe er nicht, jedoch seien die Nerven noch gestört. Er hat Physiotherapie und hofft, im Mai in Mannheim mit einer Rehabilitation beginnen zu können, wo er beispielsweise auch im Schwimmbad wieder vorsichtig im Wasser laufen kann.

Bislang wird von einem technischen Defekt ausgegangen, der zum Absturz von Flight of Passion geführt hat. Auch das Zirkusmanagement und der Produzent des Weltweihnachtscircus, Henk van der Meijden, freuen sich über die Fortschritte bei der Genesung des Artisten.

Grygorov war bereits Ende 2010 Anfang 2011 in Stuttgart im Weltweihnachtscircus in Stuttgart aufgetreten. Damals zusammen mit Olesia Shulga, der Schwester seiner Frau. Mit ihr hatte er 2009 in Monte Carlo die höchste Auszeichnung für Artisten, den Goldenen Clown, für die gefährliche und zugleich ästhetisch-schöne Luftakrobatik-Nummer „Flug der Leidenschaft“ von Prinzessin Stephanie erhalten. Nun konzentriert sich der Artist auf die Rückkehr in die Manege. Am 6. Mai ist seine nächste Kontrolle im Marienhospital.

Weitere Themen