Drei Szenarien Wo soll der Landtag hin?



Unabhängig von der Tatsache, dass der Oberbürgermeister eine Bebauung des Akademiegartens 2010 für tabu erklärt hat, weil man die Grünzone und den Blick aufs Neue Schloss erhalten will, wurde auch diese kleinere Variante geprüft. Sie steht auf der Wunschliste des Landtagspräsidenten ganz oben und könnte das Haus des Landtags und das Haus der Abgeordneten in direkter Nachbarschaft ergänzen. Die Kosten werden auf 41 bis 45 Millionen Euro veranschlagt, hinzu kämen 23 bis 26 Millionen für die Sanierung des Landtags. Positiv werten die Gutachter, dass keine Grunderwerbskosten anfallen würden, negativ fällt ins Gewicht, dass es bislang kein Baurecht gibt und zudem Interimsflächen für den Landtag gebraucht würden.

Neues Schloss


Diese Option böte für 21 bis 23 Millionen an Umbaukosten zuzüglich der Sanierungskosten für den Landtag repräsentative Zusatzflächen. Auch hier wären allerdings Interimsmaßnahmen erforderlich und für das Finanz- und das Kultusministerium müssten neue Flächen gefunden werden - sofern sie denn überhaupt zum Umzug bereit wären, was bisher stets verneint wurde.

Durch die politisch ins Stocken geratenen Pläne für Ministerienneubauten am Karlsplatz könnte freilich über ganz neue Rochaden nachgedacht werden - am Karlsplatz wie am Bahnhof . Oberbürgermeister Schuster hat jüngst den Karlsplatz als Landtagsadresse empfohlen. Auch über diesen Vorschlag dürfte diskutiert werden, wenn das Landtagspräsidium sich am 25. Januar erstmals mit dem Gutachten befasst.




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