Dritte Corona-Impfung Booster für Astrazeneca

Biontech und Moderna eignen sich nach einer Astrazeneca-Impfung zum Boostern. Foto: dpa/Sven Hoppe
Biontech und Moderna eignen sich nach einer Astrazeneca-Impfung zum Boostern. Foto: dpa/Sven Hoppe

Die Corona-Zahlen erreichen in Deutschland neue Rekordhöhen. Deshalb wird immer mehr über das so genannte Boostern diskutiert. Doch welcher Impfstoff wird nach den beiden Impfungen mit Astrazeneca für eine Auffrischung empfohlen?

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Die Booster-Impfkampagne gegen das Coronavirus nimmt nun auch in Deutschland Fahrt auf: Das Bundesgesundheitsministerium ruft alle Bundesbürger zur Auffrischungsimpfung auf, nicht nur Ältere und Risikogruppen, sondern auch Jugendliche.

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Ärzteverbände haben sich zumindest darauf verständigt, dass allen Geimpften, deren vollständige Impfung sechs Monate zurückliegt, eine Auffrischung angeboten werden soll. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hingegen empfiehlt bisher nur ausgewählten Gruppen eine dritte Impfung, darunter allen mit dem Präparat von Astrazeneca Geimpften. Doch welcher Impfstoff eignet sich für den so genannten Booster?

Auffrischung mit mRNA-Impfstoffen

Für die Auffrischungsimpfung werden generell die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna empfohlen – und nicht der Vektorimpfstoff von Astrazeneca oder Johnson & Johnson. Wer also mit Astrazeneca geimpft ist, kann sich somit mit den Biontech- oder Moderna-Vakzinen boostern lassen.

Dieser „Mix-and-Match“-Ansatz gilt als sicher und weißt nach Angaben der Stiko eine gute Verträglichkeit und Wirksamkeit auf. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens, erläuterte bereits im Sommer: „Die Daten, die mittlerweile aus vielen verschiedenen Studien vorliegen, zeigen ganz eindeutig, dass eine Kreuzimpfung mit zunächst Astrazeneca und anschließend einem mRNA-Impfstoff zu einer deutlich besseren Immunantwort bei den Geimpften führt.“

Booster nach sechs Monaten

Klar ist: Der Booster sollte frühestens sechs Monate nach der Grundimmunisierung verabreicht werden. Außer man wurde mit dem Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson geimpft. Da dieses Präparat laut Stiko eine „vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit“ gegenüber der Delta-Variante hat, sollte man sich etwa vier Wochen danach mit einem mRNA-Impfstoff impfen lassen.

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Der Schutz der Auffrischung hängt somit also auch davon ab, welcher Impfstoff vorher gespritzt wurde. Grundsätzlich haben Wissenschaftler ermittelt, dass eine Kreuzimpfung, also ein jeweils anderer Impfstoff als bei den zwei ersten Dosen, zu einer besseren Antwort des Immunsystems führt.

Zwei Impfungen an einem Tag?

Will man sich zudem gegen Grippe impfen lassen, kann man das Ganze an einem Termin erledigen: Covid-19- und Grippe-Impfungen können laut aktueller Empfehlung der Stiko parallel erfolgen. Voraussetzung sei, dass es sich beim Influenza-Vakzin um einen Totimpfstoff handle. Parallel-Impfungen sollten aber nicht in denselben Oberarm erfolgen.

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