Dritte Stadtoasen in Göppingen Aller guten Dinge sind konkret

Stadtoasen, Skate open, Spaziergang: auf dem künftigen Platz der Vielfalt ist viel los. Foto: Pressefoto Horst Rudel
Stadtoasen, Skate open, Spaziergang: auf dem künftigen Platz der Vielfalt ist viel los. Foto: Pressefoto Horst Rudel

Die dritte Auflage der Stadtoasen wird in Göppingen zu bleibenden Ergebnissen führen. So wird der Skateplatz dauerhaft zu einem Platz der Vielfalt umgestaltet: trendig, familienfreundlich und für Senioren.

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Göppingen - Eine Paletten-Sitzburg samt Riesensandkasten auf dem Schlossplatz, Breakdance beim Seniorencafé in der Karlstraße: was als Modellprojekt im bayerischen Rosenheim erfolgreich ausprobiert worden war, wurde in den vergangenen beiden Jahren auch in Göppingen versucht. Nicht minder erfolgreich, wie spätestens die dritte Stadtoase auf dem Theodor-Heuss-Platz zeigt. Denn aller guten Dinge sollen in der Hohenstaufenstadt nicht nur drei sein, sondern werden vor allem ein konkretes Ergebnis bringen.

Skaterplatz wird Platz der Vielfalt

Noch ehe die Veranstaltung vom 9. bis zum 11. Mai, gepaart mit den neunten Skate-Open, über die Bühne gehen wird, hat der Gemeinderat Nägel mit Köpfen gemacht und einen Grundsatzbeschluss gefasst, den jetzigen Skater-Patz in einen „Platz der Vielfalt“ zu verwandeln. Eine ebenso große wie moderne integrative Bewegungs- und Sportanlage soll dort errichtet werden, dauerhaft und mit genügend Flächen zum Entspannen oder auch, um das eine oder andere Fest zu feiern.

Die Auftragsplanungen für den ersten Bauabschnitt werden aktuell vorbereitet. Entwürfe für eine neue, sicherere und geräuschärmere Skate-Anlage liegen ebenso schon vor wie für die Parkour- und Free-Running-Anlage. „Die alten Halfpipes, Rampen und Rails werden im Zuge der Maßnahme abgeräumt, weil wir mit den neuen Gerätschaften viel mehr Möglichkeiten schaffen können“, sagt der designierte Göppinger Baubürgermeister Helmut Renftle. Im zweiten Teil sollen dann neben einem Areal für das Slacklinen auch ein Bereich für Kleinkinder sowie eventuell ein Fitnessparcours angelegt werden.

Trendig, familienfreundlich und für Senioren

All das geschieht indes nicht unter alleiniger Federführung der Verwaltung. Vielmehr sind die Skateguards, die Jugendberufshilfe Future, das Haus der Familie, der Stadtseniorenrat sowie etliche weitere junge und jung gebliebene Frauen und Männer mit von der Partie. Für einige der Beteiligten schließt sich damit auch ein Kreis. Im Jahr 2012, nach der ersten Stadtoase auf dem Schlossplatz, hatten sie sich zusammengesetzt, an ihrer Vision eines „Platzes für Alle“ gebastelt und der Stadt wenig später ein Modell präsentiert.

„Das Ergebnis ist das jetzige Konzept, mit ebenso trendigen wie familienfreundlichen, aber auch seniorengerechten Angeboten für Menschen von null bis 90 Jahren“, betont Renftle. Dass die Stadt dafür insgesamt 650 000 Euro in die Hand nehmen werde, halte er für gerechtfertigt, weil der Platz bereits jetzt sehr gut funktioniert. „Die zu erwartende Stärkung muss uns das einfach wert sein.“ Ohne Wert sind aus Sicht des noch amtierenden Leiters des Fachbereiches Tiefbau, Umwelt und Verkehr aber auch die ersten beiden Stadtoasen nicht gewesen: „Wir haben für den Schlossplatz wie für das Karlstraßenquartier wichtige Hinweise bekommen. Vor allem wissen wir jetzt, dass die Bereiche benutzt werden können – und zwar nicht nur zum Autofahren und zum Parken.“




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