Drittliga-Aufstiegskampf in Beilstein „Wollen einfach einen geilen Fight bieten“

Auf Keeperin Jana Brausch und ihre Vorderleute wird’s besonders ankommen. Foto: Werner Kuhnle

Die SG Schozach-Bottwartal mit Trainer Hannes Diller empfangen am Samstag in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga in Beilstein den SV Grün-Weiß Schwerin.

Ludwigsburg: Andreas Hennings (hen)

Eine Anreise von 723 Kilometern hat die Mannschaft des SV Grün-Weiß Schwerin zu bewältigen, bevor sie am Samstagabend zur Primetime um 20 Uhr in Beilstein bei der SG Schozach-Bottwartal antritt. Es ist ein weiteres Duell in der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga – entsprechend darf erneut mit einer proppevollen Langhanshalle gerechnet werden.

 

Nach Mainz-Bretzenheim ist es für die SG das zweite von vier Spielen um den Aufstieg. Und das zweite gegen eine Landeshauptstadt. Die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern spielte bereits in den 1990er-Jahren zweitklassig, pendelte im vergangenen Jahrzehnt nun hingegen zwischen der Dritten Liga und der Oberliga. Nach zwei dritten Plätzen in den Jahren 2022 und 2023 peilt Schwerin nun als frischgebackener Vizemeister der Nordost-Staffel erneut den Aufstieg an.

Für den Gegner ist es ein Auftakt

Für den Gegner aus dem hohen Norden ist das Duell der Auftakt in die Aufstiegsspiele – am ersten Spieltag hatte Schwerin eine Pause. „Es wäre schöner gewesen, diesen Gegner noch mal gegen einen Topgegner spielen zu sehen. Aber wir konnten auf das Videomaterial der ganzen Saison zurückgreifen und uns die Mannschaft anschauen“, sagt der SG-Trainer Hannes Diller. Nach der knappen 27:28-Niederlage in Bretzenheim vor einer Woche möchte seine Mannschaft nun gegen Schwerin Zählbares holen.

Einfach wird das nicht. „Schwerin spielt eine 5:1-Abwehr, was unangenehm zu bespielen ist und für uns eine Umstellung bedeutet. Wir haben uns diese Woche im Training aber gut darauf vorbereitet“, sagt Diller. Vor allem die Achse im linken und mittleren Rückraum hat der Trainer als eine weitere Stärke beim Gegner ausgemacht. „Und auch die Rechtsaußen-Spielerin ist echt gut.“ Insofern wird die Abwehr der SG Schozach-Bottwartal erneut besonders gefordert werden. „Auf sie wird es ganz besonders ankommen“, ahnt Diller. Er erhofft sich von seinem Team eine geschlossene Mannschaftsleitung und dass seine SG in ihr geliebtes Tempospiel finden wird. Das Mainz-Spiel, bei dem die Leistung gegen einen starken Gegner an sich stimmte, macht trotz der Niederlage optimistisch. Diesmal hofft man unterm Langhans aber natürlich auf einen anderen Spielausgang.

Die Vorfreude bei der SG ist groß

Zur Erinnerung: Die ersten beiden Mannschaften der aus fünf Vereinen bestehenden Aufstiegsrunde steigen direkt in die Zweite Liga auf. Der Drittplatzierte bestreitet noch zwei zusätzliche Relegationsspiele gegen den Zwölften und damit den besten Nicht-Absteiger der höheren Spielklasse. Selbst wenn die SG gegen Schwerin verlieren sollte, könnte sie weiterhin Chancen haben. Zwei Siege in der Aufstiegsrunde könnten reichen. Nach der kommenden spielfreien Woche stünde sie dann an den Samstagen 18. Mai zuhause gegen den Bergischen HC und 25. Mai nach der langen Reise zum Rostocker Handball Club aber entsprechend zusätzlich unter Druck.

Zunächst gilt der Fokus aber dem Heimspiel am Samstagabend gegen Grün-Weiß Schwerin. Die Vorfreude auf das Spiel in voller Halle sei natürlich groß, sagt Hannes Diller. „Wir wollen den Zuschauern einfach einen geilen Fight bieten.“

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