DRK in Stuttgart-Möhringen Warum sie anderen Menschen helfen wollen

Von Amadeus Banerjee 

Markus Gschwind und Andreas Sokoll engagieren sich beim Deutschen Roten Kreuz in Stuttgart-Möhringen. Sie haben viel gemeinsam.

Markus Gschwind (links) ist der neue Leiter der DRK-Bereitschaft Möhringen. Er folgt auf Andreas Sokoll, der dieses Amt mehr als 20 Jahre lang ausgeübt hat. Foto: Amadeus Banerjee
Markus Gschwind (links) ist der neue Leiter der DRK-Bereitschaft Möhringen. Er folgt auf Andreas Sokoll, der dieses Amt mehr als 20 Jahre lang ausgeübt hat. Foto: Amadeus Banerjee

Möhringen - Eines wird schnell klar, wenn man Markus Gschwind und Andreas Sokoll begegnet: Die beiden verbindet ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Sie engagieren sich ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Möhringen. Nachdem sich Sokoll vom Amt des Bereitschaftsleiters zurückgezogen hat, ist Gschwind mittlerweile als sein Nachfolger angetreten.

Nach mehr als 20 Jahren ist es für Sokoll genug: „Einige Male habe ich mir schon überlegt, als Bereitschaftsleiter aufzuhören, wurde dann aber immer wieder überredet.“ Besonders wehmütig ist Sokoll nach dem Ende seiner Karriere in Führungsposition beim DRK in Möhringen nicht: „Es war ein Haufen Arbeit. Klar entwickelt man im Laufe der Jahre eine Routine. Die zahlreichen Organisationsaufgaben mit dem Job, den man ja auch noch hat, unter einen Hut zu bekommen, war aber oft herausfordernd.“

Gefallen hat dem ehemaligen Leiter die Verbundenheit zu den Teamkollegen: „Es ist uns wichtig, dass wir alle gut miteinander können. Es ist schön, wenn aus Kollegen immer wieder Freunde werden.“ Die menschliche Komponente spiele eine ganz wesentliche Rolle.

Für Neue gibt es eine sechsmonatige Probezeit

Markus Gschwind ist der selben Ansicht: „Wenn wir neue Mitglieder aufnehmen, behalten wir uns trotz der Tatsache, dass es sich um ein Ehrenamt handelt, eine sechsmonatige Probezeit vor.“ So könne man sich kennenlernen und herausfinden, ob die Chemie auch wirklich stimme. „Wir arbeiten in Einsätzen so intensiv zusammen, dass es wichtig ist, einen guten Draht zueinander zu haben.“

Über seinen Vorgänger sagt Gschwind: „Andreas war einfach immer zuverlässig und umsichtig in dem, was er für das DRK geleistet hat. Es wird für mich eine Herausforderung, irgendwann diese Fußstapfen komplett auszufüllen.“ Trotzdem freut sich der Bereitschaftsleiter über seinen neuen Job: „Es ist zwar viel zu tun, aber auf diesem Weg für die anderen im Team da zu sein ist auch etwas sehr Erfüllendes.“

Eine Mischung aus Freunden und Freude

Zur Zeit plant Markus Gschwind die nächste Blutspenden-Aktion. Die ist am 23. Mai von 15.30 bis 19.30 Uhr im Bürgerhaus am Filderbahnplatz 32. Auch die Suche nach neuen ehrenamtlichen Helfern ist ein großes Thema: „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Helferinnen und Helfern. Viele der Jüngeren zieht es mit Beginn des Studiums in andere Städte und dann fehlen uns wiederum tatkräftige Unterstützer.“ Aus diesem Grund sucht das Rote Kreuz in Möhringen gerne nach älteren Freiwilligen. „Entscheidend ist, dass die Menschen Lust darauf haben, anderen zu helfen“, erklärt Gschwind. Warum er selbst so viel Zeit in sein Amt investiert und warum dies bereits sein Vorgänger getan hat, wird nach einem Gespräch mit den beiden schnell klar. Es ist die Mischung aus der Freude am Helfen und der richtigen Chemie im Team, die diese Aufgabe so bereichernd macht.

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