Drohende Übernahme durch Unicredit DZ Bank kommt als weißer Ritter für die Commerzbank nicht in Frage

DZ-Bank-Zentrale im Frankfurter Westend Foto: dpa/Arne Dedert

Die Commerzbank bangt angesichts der drohenden Übernahme durch Unicredit um ihre Eigenständigkeit. Auf Hilfe aus dem deutschen Bankensektor kann sie nicht hoffen.

Die DZ Bank hält sich aus dem Gezerre um die Commerzbank heraus. Als sogenannter weißer Ritter, der eine Übernahme durch die italienische Unicredit verhindern könnte, käme sein Institut nicht in Frage, sagte der DZ-Bank-Vorstandsvorsitzende Cornelius Riese beim Internationalen Club der Frankfurter Wirtschaftsjournalisten. Vor einigen Jahren galt sein Institut mal selbst als Kaufinteressent, daraus wurde aber nichts. Die Commerzbank sei auch derzeit kein „sinnvoller Partner“, so Riese.

 

Einer Übernahme durch die Unicredit steht der DZ-Bank-Chef indes positiv gegenüber. Es gebe „viele gute Gründe für diese Transaktion“. Ein Indikator für „eine gewisse Sinnhaftigkeit“ eines Zusammenschlusses von Unicredit und Commerzbank seien die Kapitalmärkte, wo die Aktien beider Institute mit Kursgewinnen reagiert hätten. Grundsätzlich sei eine Konsolidierung des deutschen Privatbankensektors nötig, sagte Riese. Für die Kreditversorgung des deutschen Mittelstands sei dies keine Gefahr.

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