Dschungel-Kolumne, Tag 4 Ein rabenschwarzer Tag

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Jazzy musste bei ihrer Dschungelprüfung in Fischkadavern baden. Schrecklich. Und der Rest? Der wird "krank da oben" vor Zigarettenentzug und WG-Gedöns.  

Kultur: Ariane Holzhausen (wöl)
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Stuttgart - Meine Güte. Jazzy musste bei ihrer Dschungelprüfung in Fischkadavern baden. Schrecklich. Ganz furchtbar, dass diese Stücke Stinkezeugs mindestens so lebendig wirkten wie ihre Mitinsassen. Bleich und fertig sitzen die an Tag 4 im Gruselcamp, mindestens vier hocken gedanklich schon wieder im Hotelzimmer, und der Rest – ja, was macht der Rest eigentlich? Oder um es mit der Leiß zu sagen: Wessen Rest ist das überhaupt?

Der Rest macht brav das, was der, der gern in dritter Person von sich spricht, auch macht: „Ailton Feuer gucke“ wird er vermutlich gemurmelt haben, nachdem die ganze Truppe in einem Revöltle eben eigentlich noch der Feuerwache trotzen wollte. Die Feuerwache. Eine neue Regel, die notwendig wurde, weil die Flammen über Nacht erloschen waren. Treffender hätte der vermutlich finsterste Tag der Staffel ja überhaupt nicht anfangen können. Diesen komplett funkenfreien Tiefpunkt kennzeichnet das, was jede zwischenmenschliche Krise markiert: Alle reden übers Wetter. Übers Wetter! Aus Vincents Rauch-Röhre knarzt das so: „Jetzt pisst’s uns in die Betten“.

Knallharte Nielsen

Das wiederum finden auch der toughe Kesici (Anm. d. Red.: Martin Kesici, Sänger. Männlich. Von Anfang an im Dschungel dabei. Langhaarig. Tätowiert. Der mit dem langen Bart. Langhaarig. Tätowiert. Der mit dem langen Bart.) und die sonst so knallharte Nielsen nicht so dufte und wollen heim. Vincent will sowieso nach Hause und Rollator-Ramona auch. Nur haben die beiden viel bessere Gründe für den Hinschmiss als der Wessen-Rest-ist-das. Da ist der Vincent, der Angst davor hat, vor lauter Zigarettenentzug und WG-Gedöns noch „krank da oben“ zu werden, in seinem Rabenhirn, und Ramona, allem Anschein nach auch auf Entzug von irgendwelchen chemischen Substanzen, hat Angst davor, als Dschungelzicke zu enden. Ach, zwei herrliche Beispiele dafür, wie dieser rabenschwarze Tag die Geister nun endgültig umnachtet. Denn dem Marlboro-Magier und der Lull-und-Lall-Leiß müsste klar sein, dass es viel, aber viel viel zu spät dafür ist, wegzulaufen.

Im Gegenteil – und das ist am Ende des stark bewölkten und im wahrsten Sinne des Wortes schaurigen Tages der einzige Lichtblick: Längst „Krank da oben“-Vincent und die frisch gekürte Dschungelzicke 2012 dürfen heute nicht raus, sondern mitten rein ins Vergnügen und zur Prüfung antreten. Und ewig hallt es im Regenwald: Dicky und Missy, lasst Hirn regnen! Ähm, nein: Corvi tecum sunt! Corvi tecum sunt! Corvi tecum sunt!

 

 




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