Dschungelcamp, Tag 2 Honey und Flori züngeln um die Wette

Hanka Rackwitz hat Probleme mit dem Dschungelklo und sucht nach Alternativen. Foto: RTL 17 Bilder
Hanka Rackwitz hat Probleme mit dem Dschungelklo und sucht nach Alternativen. Foto: RTL

Zwischen Höflichkeit und Wahnsinn verschwimmen die Grenzen, Feldbetten werden zu Beichtstühlen und Camp „Snake Rock“ macht seinem Namen alle Ehre. Der Dschungel läuft sich an Tag zwei langsam warm.

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Coolangatta/Stuttgart - Während Deutschland sich warm einpackt, packen im Dschungel einige aus. Tag zwei in der Champions League der TV-Unterhaltung startet mit einem zirpenden Feueralarm und einer Selbstmord-Beichte. Im Camp Snake gibt es Beschwerden über die obligatorischen Bohnen mit Reis. Kultauswanderer Jens findet das Essen einfach nur „asozial“. Trash-Sternchen Kader Loth versteht nun, warum Menschen Menschen essen und droht, sich von der 1,50 Meter hohen Brücke zu stürzen. Hanka Rackwitzs Zahnpasta-Tee möchte sie dann aber lieber doch nicht probieren.

In der Dschungelprüfung heißt es auf die Plätze, fertig, Bitch-Fight. Für die beiden Nancy-Boys Alexander „Honey“ Keen und Flori Mess geht es hinein ins kühle Nass. Pokerface Flo hat richtig Lust darauf. Sechs Sterne gilt es in den Unterwasser-Plexiglasboxen, gefüllt mit allerlei australischen Wasserbewohnern, mit dem Mund abzuschrauben. Obwohl Flori ausgefeilte Züngel-Techniken an den Stern legt, geht am Ende Honey als Sieger aus dem „Schlimmbad“ hervor. Die Spinnen in der letzten Box waren Flori zu viel: „Die leben ja schließlich auch nicht unter Wasser. Beschiss.“

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Nass geht es anschließend auch im Base-Camp weiter. Die Badenixen Gina Lisa und Sarah Joell feiern ihren Sieger. Lohfink: „Hässlich ist er ja nicht, darf man ja mal sagen. Echt ein toller Mann“. Bahnt sich da etwa die erste Dschungel-Liebelei an?

Ex-Stripper, Ex-Musiker und Ex-Lover Marc Terenzi macht sich mit Nackt-Schnecke Sarah Joell auf Schatzsuche für Team Blau. Team Gelb wird von Pandaauge Kader Loth und Auswanderer Jens Büchner vertreten. Kaders „Spaghetti-Ärmchen“ versagen bei der Prüfung als erstes. Team Blau gewinnt dank Bizep-Terenzi, für irgendetwas muss er ja gut sein. Bei der anschließenden Schätzfrage: „Wieviel Prozent aller Männer sind beschnitten?“ verschätzen sich die Camper dann aber und gehen leer aus.

Lesen Sie hier, warum das Dschungelcamp tolle TV-Unterhaltung ist.

Zum Schluss sorgt Schlangenalarm im Camp Snake für Aufregung. Hanka geht auf die Barrikaden. Sie habe ja schließlich schon so viel, wovor sie Angst habe.

Höhepunkt

Der manische Markus Majowski sitzt empört auf seiner Pritsche: „Was ist das denn für ein Geräusch? Feueralarm, oder wie?“ Verstört vom lauten Zirpen im australischen Busch, wendet er sich ans Dschungeltelefon. „Die scheinen mir elektronisch verstärkt zu sein“, unkt er in die Kamera. Für Gina Lisa Lohfink sind die zirpenden Zikaden Anlass für einen weiteren philosophischen Erguss: „Eigentlich ist das ein krasses Phänomen. Abends wenn die Grillen grillen, wird’s dunkel, wenn die Frösche kommen, kommt der Regen und wenn die Sonne aufgeht, fängt der Tag an.“ Schön gesagt.

Tiefpunkt

It-Boy Flori schüttet sein Herz am Lagerfeuer aus und berichtet von seiner Drogen-Vergangenheit. Malle-Jens erzählt daraufhin von seinem Selbstmord-Versuch mit Herztabletten und Saurem-Apfel-Likör. Mäklerin Hanka unterbricht die emotionale Männerrunde taktlos: „Ihr Quasselmäuse, ey. Ihr müsst aber mal leise sein, Kinder.“

Beste Sprüche

Thomas Häßler: „Im nächsten Leben werde ich Pizzateig.“

Markus Majowski: „Die geistige Morgentoilette habe ich versucht, im Schnellgang zu erledigen.“

Alexander „Honey“ Keen: „Ja, ich darf mit Flori spielen.“

Hanka Rackwitz: „Was könnte ich anders machen, dass ich euch nicht nerve?“ Jens Büchner daraufhin: „Schnauze halten.“ Hanka Rackwitz: „Ich habe beschlossen, mein Verhalten nicht zu ändern.“

Fräulein Menke über ihren gescheiterten Suizidversuch: „Schlafen tut man noch genug.“

Peinlichster Moment

Team Gelb macht dank Ha(r)nka nun ironischerweise seinem Namen alle Ehre.

Spaßfaktor

Markus Majowski und Hanka Rackwitz sorgen mit ihrem Wahnsinn für den Spaßfaktor. Die anderen Camper bleiben immer noch ein wenig blass und auch die Dschungelprüfung war, trotz unverkennbarer Anfeindungen der beiden Barbie-Boys, etwas lahm. Ein bisschen mehr Drama bitte!

Fazit

Um zur Hochform aufzulaufen, fehlt dem Camp noch eine gute Portion Drama, gepaart mit einer Prise Ekel. Mal sehen, ob die morgige Dschungelprüfung die heutige Enttäuschung wieder wett macht. Hankas Reaktion nach der Verkündung, „wenn wir Angst haben, lassen wir’s“, verspricht auf jeden Fall einigen Zündstoff.




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