Dua Lipa: Radical Optimism Non Stop Dancing mit Dua Lipa

Dua Lipa Foto: Universal/Tyrone Lebon

Dua Lipa ist die Antwort der Generation Tiktok auf James Last: Ihr neues Album „Radical Optimism“ liefert den perfekten Partysoundtrack.

Freizeit & Unterhaltung : Gunther Reinhardt (gun)

Wenn Menschen in den 1970ern in Partylaune waren, ihre Polstergarnituren in die Ecke schoben, um ihre Föhnwellen zu schütteln und mit ihren Schlaghosen herumzuwedeln, legten sie, wenn sie kein Risiko eingehen wollten, James Last auf. Mit einem der „Non Stop Dancing“-Alben, auf denen er jedes Jahr die unterschiedlichsten Pophits aller Genres in seinen Happy Sound tunkte, konnte man nichts falsch machen.

 

Eine nie zu Ende gehende Dancparty

Dua Lipa ist zwar bei der Wahl ihrer Albumtitel kreativer: nach „Dua Lipa“ (2017) und „Future Nostalgia“ (2020) erscheint jetzt „Radical Optimism“, und sie schreibt lieber eigene Songs, als die anderer umzuinterpretieren. Trotzdem haben ihre Platten die gleiche Wirkung, wie damals die von James Last. Wer die Generation Tiktok zum Tanzen bringen will, macht daher alles richtig, wenn sie oder er Dua Lipa auflegt.

„Radical Optimism“ klingt wie der Soundtrack einer nie zu Ende gehenden Danceparty, bei der die britisch-albanische Musikerin aus London keine Zeit verschwendet. Schon mit den ersten Tönen drängt das Album auf die Tanzfläche. Eine quirlige Basslinie wirbelt durch „End of an Era“, während Lipa von einem Neuanfang und einer Liebe träumt, die für immer hält.

Unwiderstehliche Partygrooves

Das ganze Album ist voll von clever gemachten Songs, unwiderstehlichen Partygrooves, knuddeligen Soundeffekten, funky Bassläufen und grandiosen Melodien, die schon beim ersten Hören so klingen, als ob man sie seit Ewigkeiten kennt. Das gilt für „Happy for You“ oder „Illusion“ ebenso wie für „These Walls“ oder „Training Season“ – und natürlich die Nummer „Houdini“, die bereits ein Superhit ist.

Wer tatsächlich etwas an „Radical Optimism“ aussetzen will, könnte Dua Lipa vorwerfen, dass das Album wenig wagt und wenig variiert. Keiner der Songs traut sich, die Tanzfläche zu verlassen, selbst dann nicht, wenn sie in „French Exit“ zu einem verworrenen Beat das Tempo ein bisschen rausnimmt und davon träumt, die Party zu verlassen. Doch der Dancefloor hat sie fest im Griff – mal aufstampfend und mit Autotune-Effekten verziert in „Falling Forever“, mal mit Flamencogitarren inszeniert in „Maria“, mal als catchy Mix aus R’n’B und Synthiepop in „Anything for Love“.

Dua Lipa: Radical Optimism. Urban/Universal

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