Am Samstagabend schaltet Esslingen im Rahmen der Earth Hour die Beleuchtung einiger Wahrzeichen aus. Auch in weiteren Städten des Landkreises wird es dunkler.

Volontäre: Yelin Türk (tye)

Eine Stunde lang, wird es in Esslingen am Samstagabend dunkler sein als gewohnt. Im Rahmen der globalen Umweltaktion „Earth Hour“ schaltet die Stadt nach eigenen Angaben ab 20.30 Uhr die Lichter einiger Wahrzeichen ab. Darunter sind das Alte und Neue Rathaus, die Stadtkirche, die Burg, die Frauenkirche und das Wolfstor. Außerdem wird das DICK-Areal den alten Kamin nicht anstrahlen.

 

„Mit unserer Teilnahme an der Earth Hour wollen wir ein Zeichen dafür setzen, wie wichtig es ist, für unsere Erde und unsere Lebensgrundlagen einzustehen. Zusammen können wir den Wandel schaffen“, sagt Katja Walther, die Leiterin der Stabsstelle Nachhaltigkeit und Klimaschutz der Stadt Esslingen. Gleichzeitig seien auch alle Esslinger Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Institutionen dazu eingeladen, sich der Earth Hour anzuschließen.

Nürtingen und Plochingen sind dabei

Die Umweltaktion findet nicht nur im Esslinger Stadtgebiet Anklang, auch andere Städte im Landkreis machen mit. In Nürtingen werden am Samstag das Rathaus, das Technische Rathaus, die Sankt Laurentius Kirche, die Kreuzkirche und das Wasserkraftwerk ab 20.30 Uhr nicht beleuchtet. Auch Plochingen ist dieses Jahr zum zweiten Mal dabei.

„Wir in Plochingen rufen sowohl die Bürger als auch die Belegschaft der Stadtverwaltung auf, ab 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht für mehr Umweltschutz auszumachen“, sagt Michael Mikolajczak, der in Plochingen für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Im vergangenen Jahr haben Mikolajczak und der Umweltbeauftragte Thomas Lehr die Aktion in der Stadt initiiert. In öffentlichen Gebäuden wird dieses Mal nur im Rathaus das Licht abgeschaltet. Per Amtsblatt und in den sozialen Kanälen der Gemeinde werden die Bürger noch informiert und zum Mitmachen animiert.

Von Sydney in die ganze Welt

Die Earth Hour findet dieses Jahr zum 19. Mal statt – inzwischen auf allen Kontinenten. Im vergangenen Jahr haben allein in Deutschland 560 Städte und Gemeinden an der Aktion des World-Wide-Fund-for-Nature (WWF) teilgenommen. Während der Earth Hour schalten weltweit Millionen von Menschen das Licht in ihrem privaten Wohnraum, an öffentlichen Gebäuden und Wahrzeichen aus, um ein Zeichen für mehr Klima- und Umweltschutz zu setzen.

Ihre Anfänge hatte die Aktion im australischen Sydney im Jahr 2007. Nach einem von Trockenheit, Wassermangel und Waldbränden geprägten Jahr, wollte der WWF dort mit dem Ausschalten der Beleuchtung auf Lichtverschmutzung und Energieverschwendung hinweisen. Die Aktion erregte weltweit große Aufmerksamkeit und wird seitdem regelmäßig wiederholt.