Der britische Singer-Songwriter Ed Sheeran hat dem Stuttgarter Lokal Platzhirsch am Sonntag einen Besuch abgestattet. Inhaber Markus Heugel erzählt von der Begegnung mit dem Weltstar.

Digital Desk: Nina Scheffel (nse)

Am Rande seiner Konzerte in Stuttgart hat Weltstar Ed Sheeran sich nicht nur am Sonntagmorgen vor der Stuttgarter Oper die Ehre und ein Überraschungskonzert gegeben, der britische Singer-Songwriter stattete auch einem Stuttgarter Lokal einen Besuch ab.

 

Im schwäbischen Lokal „Platzhirsch“ am Hans-im-Glück-Brunnen erfreute sich der britische Musiker nicht nur an der regionalen Küche, sondern war auch Teil eines Reels der Stuttgarter Food-Influencerin Yules, das aktuell auf Social Media viral geht. Doch wie kam es, dass der Weltstar sich den Platzhirsch als Zwischenstopp aussuchte?

Ed Sheeran testet die schwäbische Küche im Platzhirsch

In dem Reel, das die Influencerin Yules auf Instagram und Tiktok geteilt hat, folgt sie einem aktuellen Social-Media-Trend. Sie und der britische Pop-Star Ed Sheeran geben sich die Hand, während im Hintergrund der Song „Illegal“ der britischen Musikerin PinkPantheress abläuft.

Dazu schreibt Yules: „POV (Point of View): Du bist Weltstar, hast Hunger vor deinem Konzert in Deutschland und kommst zur richtigen Person“.

Womit Ed Sheeran seinen Hunger nach dem Überraschungskonzert vor der Stuttgarter Oper wohl gestillt hat? Wenn man Yules Bildunterschrift zu ihrem Reel glaubt, war es das schwäbischste Gericht überhaupt. Sie schreibt: „Erstmal Maultaschen zeigen, singen kann er später“.

10/10 von Ed Sheeran für die Maultasche

Markus Heugel, Mitinhaber des Platzhirsch in der Stuttgarter Stadtmitte kann das zumindest zum Teil bestätigen. „Für Ed Sheeran haben wir die komplette schwäbische Palette aufgefahren“, erzählt Heugel, der gemeinsam mit Ari Tsiakmakis und seinem Team den Platzhirsch betreibt. „Er hat alles probiert – darunter Maultaschen, Käsespätzle, Linsen und Knödel. Es hat ihm sehr gut geschmeckt, 10/10 hat er gesagt“, sagt Heugel lachend. „Gerade die Maultasche.“

An der Oper gab Ed Sheeran ein Spontankonzert. Foto: Lichtgut

Doch wie kam es zu dem Besuch? „Ed Sheerans Team ist auf uns zugekommen. Sie würden gerne landestypische Gerichte aus Baden-Württemberg und dem Schwabenland probieren, hieß es“, erzählt der Platzhirsch-Betreiber. „Viele schwäbische Restaurants in Stuttgart haben um diese Uhrzeit an einem Sonntag nicht geöffnet und wir sind relativ in der Nähe der Oper, wo er ja vorher aufgetreten ist“, so Heugel. „Wir öffnen sonntags eigentlich erst um 14 Uhr, haben dann aber etwas früher angefangen.“

Gegen 11.30 Uhr kam Ed Sheeran im Platzhirsch an – für das Team ein echtes Erlebnis, auch wenn Chef Markus Heugel, wie er selbst sagt, gelassen blieb. „Vor dem Laden standen mehrere Sicherheitskräfte und im Lokal plötzlich zehn bis fünfzehn weitere Leute – darunter auch ein Kamera-Team – das war schon eine außergewöhnliche Situation“, erzählt er. Vorab hätte sich das Team gar nicht so sehr einen Kopf gemacht, manche Mitarbeiter seien aber schon aufgeregt gewesen.

„Netter Typ ganz ohne Allüren“

Doch einen Grund dafür gab es nicht, das merkten Markus Heugel und sein Team am Sonntag schnell. „Es war eine sehr angenehme Atmosphäre. Ed Sheeran saß hinten in unserem Erker im ersten Stock. Es gab nette Gespräche. Er ist ein netter Typ, ganz ohne Allüren. Am Ende hat er sich für das leckere Essen bedankt.“

Ed Sheeran vor dem Platzhirsch. Foto: Chiara Sterk

Nach dem Essen sei Sheeran noch einmal zum Team gekommen. „Wir haben noch kurz gequatscht. Ich war letztes Jahr selbst mal auf einem seiner Konzerte, so hatten wir dann auch ein Thema“, erzählt Heugel. „Zum Schluss konnten wir dann noch ein Selfie machen. Ich muss sagen, er ist wirklich auf dem Boden geblieben – ein echt cooler Typ.“

Gegen 12 Uhr ging es für den Pop-Star dann auch schon weiter. Ein straffer Zeitplan erwartete ihn. „Ich habe erst im Nachhinein realisiert, wie viel Aufmerksamkeit so ein Besuch auf sich zieht“, sagt Heugel. „Ed Sheeran ist halt einfach ein Weltstar.“