„Ed-Venture“ im Europa-Park „Technisches Desaster“ - Neuste Attraktion sorgt bei Besuchern für Kritik
Europa-Park-Fans gehen mit dem neuen 3D-Abenteuer „Ed-Venture“ streng ins Gericht. Laut Besuchern kommt es immer wieder zu Störungen.
Europa-Park-Fans gehen mit dem neuen 3D-Abenteuer „Ed-Venture“ streng ins Gericht. Laut Besuchern kommt es immer wieder zu Störungen.
Das Konzept der bisher neusten Attraktion des Europa-Parks „Grand Prix Ed-Venture“ ist simpel: Die Fahrgäste werden mit 3D-Brillen ausgestattet, steigen in die Waggons und müssen auf blinkende Objekte schießen. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Dabei ist alles im Stil des bevorstehenden Films und geplanten Videospiels rund um die Maskottchen „Ed“ und „Edda“ gehalten. Schließlich soll das Fahrgeschäft Besuchern einen Vorgeschmack darauf geben, was sie im Kinosaal oder vor der Spielekonsole erwartet. Bei einigen löst eine Fahrt mit „Ed-Venture“ jedoch nicht Vorfreude, sondern Ärger aus, berichtet der "Schwarzwälder Bote". Der Grund: Seit der Eröffnung am 22. März kommt es bei der Attraktion immer wieder zu technischen Aussetzern.
„Seit drei Monaten bekommt der Europa-Park und der Hersteller Mack-Rides die technischen Probleme nicht in den Griff. Es gibt sehr häufige Störungen, bei denen die Bildschirme ausfallen, stark ruckeln und Probleme bei Musik und Soundeffekte“, heißt es in einem Beitrag auf der Internetplattform „Facebook“.
Von einem „technischen Desaster“ ist darin die Rede. Mit dieser Meinung scheint der Verfasser nicht alleine zu sein. „Die Attraktion als solches ist vom ersten bis zum letzten Moment einfach nur schlecht. Und damit meine ich echt so richtig, richtig schlecht“, kommentiert ein weiterer Nutzer. Eine Attraktion in diesem Zustand für Besucher zu öffnen, sei „eine Blamage“. „Ich verstehe es nicht, wieso man so ein unfertiges Produkt auf den Markt wirft“, heißt es weiter.
Dass es immer wieder zu Problemen kommt, ist dem Europa-Park bewusst. Auf einem Schild am Eingangsbereich des Fahrgeschäfts bittet der Park darum, „eventuell auftretende technische Störungen“ zu entschuldigen. Auf Nachfrage des "Schwarzwälder Boten" erklärt Pressesprecher Florian Kornprobst: „Die neue Familienattraktion befand sich bis zuletzt im sogenannten ,Softopening’. Dabei handelt es sich um eine Erprobungs- und Optimierungsphase unter realen Bedingungen, wie sie bei innovativen und technisch neuartigen Attraktionen üblich ist. Das neue Fahr- und Spielsystem stellt eine Premiere in dieser Form dar.“ Während dieser Phase sei es zu vereinzelten Schließzeiten aufgrund der Feinjustierungen gekommen. Mittlerweile gebe es dafür keinen Anlass mehr. Laut dem Unternehmenssprecher ist das „Softopening“ seit dem 18. Juni beendet, auch das Schild am Eingangsbereich wurde wieder entfernt.
Das bedeute jedoch nicht, dass es nicht mehr zu Störungen kommen könne. „Jede unserer Attraktionen, so auch ,Ed-Venture’, ist ein Zusammenspiel hochkomplexer technischer Systeme, bestehend aus modernster Mechanik, Elektronik und Software. Trotz umfassender Qualitätssicherungsmaßnahmen kann es deshalb in Einzelfällen zu kurzfristigen Beeinträchtigungen kommen. Diese sind in der Regel aber nur von kurzer Dauer und werden von unseren Teams umgehend behoben.“
Für die Kritik der Besucher zeigt der Europa-Park Verständnis. „Wir nehmen das Feedback unserer Gäste generell sehr ernst und nutzen es, um unsere Attraktionen kontinuierlich weiterzuentwickeln.“ Kornprobst betont jedoch: „Bereits während des ,Softopenings’ wurde die Bahn gut angenommen und erfreut sich insbesondere bei Familien großer Beliebtheit.“
Bestätigt wird diese Aussage mit Blick auf den „Facebook“-Beitrag. In der Kommentarspalte wird die Attraktion nämlich nicht nur von Nutzern bemängelt, sondern auch verteidigt. „Uns hat die Attraktion viel Spaß gemacht, gab bei unseren Fahrten keine nennenswerten Probleme und ist eine gute Ergänzung mit guter Kapazität“, lobt ein Nutzer. Ein anderer schreibt: „Also so schlecht, wie die Attraktion gemacht wird, ist sie doch gar nicht. Es gibt an der ein oder anderen Stelle Luft nach oben , aber im Großen und Ganzen eine nette Fahrt.“