Eduard-Pfeiffer-Platz in Stuttgart Projektstopp in S-Ost gefordert – „Eine Art Beruhigungspille für die Kritiker“

Die Umgestaltung des Eduard-Pfeiffer-Platzes im Stuttgarter Osten ist in der Nachbarschaft umstritten. Foto: Lichtgut/ Kovalenko

Die Umgestaltung des Eduard-Pfeiffer-Platzes in Stuttgart-Ost ist umstritten. Nun dürfte es früher als gedacht zu der Entscheidung kommen, ob das Projekt überhaupt umgesetzt wird.

Klima & Nachhaltigkeit: Judith A. Sägesser (ana)

Über die umstrittene Umgestaltung des Eduard-Pfeiffer-Platzes in Stuttgart-Ost wird nun wohl doch schneller entschieden als zunächst absehbar. Sah es bis vor Kurzem noch so aus, als würde ein Planungsbeirat aus Gegnern und Befürwortern eingesetzt, um Frieden in die Siedlung Ostheim zu bringen, wollen zwei Fraktionen aus dem Gemeinderat das Projekt nun stoppen.

 
Bisher ist der Eduard-Pfeiffer-Platz in Stuttgart vor allem eine Kreuzung. Foto: Archiv Lichtgut/Max Kovalenko

Die Zukunft des Eduard-Pfeiffer-Platzes spaltet die Nachbarschaft im Stuttgarter Osten seit 2024. Damals hatte der Bezirksbeirat Ost mehrheitlich befürwortet, dass die Stadt den Platz – der aktuell eher eine Kreuzung ist – umgestalten soll. Herausgekommen ist inzwischen ein Konzept, das mehr Sitzmöglichkeiten, mehr Grün und mehr Schwammstadt bringen soll. Im Zuge dessen sollen laut Stadt sechs offizielle Parkplätze wegfallen.

Stuttgarter SPD-Stadträtin warnt

Die Stadträte haben sich bis dato noch nicht mit dem Eduard-Pfeiffer-Platz beschäftigt. Daran war zuletzt seitens der SPD-Rätin Lucia Schanbacher Kritik angemeldet worden. Sie gab zu bedenken, dass man viel Zeit und Ressourcen in ein Projekt stecke und unklar sei, ob mit den von der Stadt genannten 950 000 Euro überhaupt zu rechnen sei in diesen schwierigen Haushaltszeiten.

CDU und Freie Wähler fordern nun, das Projekt in Stuttgart-Ost ganz zu stoppen, und: „der seitens der Verwaltung vorgeschlagene Planungsbeirat wird nicht eingesetzt“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag. „Auf uns wirkt der Vorschlag, einen Planungsbeirat einzusetzen, wie eine Art Beruhigungspille für die Kritiker des Projekts.“ An der positiven Wirkung eines solchen Beirats zweifele man, „wenn die Grundzüge der mehrheitlich beschlossenen Vorplanung nicht mehr in Frage gestellt werden dürfen“.

Stuttgarter Fraktionen führen die hohen Kosten an

Außerdem: „Die hohen Kosten des Projekts lassen uns zu dem Schluss kommen, dass die Umgestaltung des Eduard-Pfeiffer-Platzes jetzt abgebrochen werden sollte“, heißt es im Antrag von CDU und Freien Wählern. „Es gibt wesentlich dringendere Bauvorhaben der Stadt, bei denen das für den Eduard-Pfeiffer-Platz vorgesehene Geld besser angelegt ist.“ Die Stadt gibt die Kosten für die Umgestaltung gegenüber unserer Redaktion mit 950 000 Euro an.

Am Ende dürfte die SPD/Volt-Fraktion das Zünglein an der Waage sein, wenn der gemeinderätliche Ausschuss demnächst über das Projekt abstimmt. Man habe sich noch nicht festgelegt, sagt Schanbacher. „Vor allem angesichts anderer Projekte der Gestaltung des öffentlichen Raums, die im Haushalt gestoppt wurden.“

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