Sie war in Böblingen über Jahrzehnte kommunalpolitisch aktiv und stets mit ihrem Mann in der Öffentlichkeit präsent: Jetzt ist Sigrid Schild mit 84 Jahren gestorben.

Sie war über 24 Jahre lang Mitglied des Böblinger Gemeinderats und hat sich mit großem Engagement und Fachwissen in der Stadt eingesetzt. Bis zuletzt nahm sie insbesondere am Kulturleben rege teil. Nun ist Sigrid Schild im Alter von 84 Jahren verstorben.

 

Ihre kommunalpolitische Laufbahn begann 1984 in der FDP-Fraktion, bevor sie zur Fraktion der Grünen wechselte. Für ihren langjährigen Einsatz wurde sie vom baden-württembergischen Städtetag mit dem Verdienstabzeichen in Silber ausgezeichnet.

Ein besonderes Anliegen war ihr die Förderung der Kultur sowie die Pflege der Beziehungen zu Böblingens Partnerstädten. Mit viel Idealismus begleitete sie unter anderem die Arbeit der Städtischen Galerie. Der damalige Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang würdigte sie bei ihrer Verabschiedung im Jahr 2004 als „Stadträtin mit Leib und Seele“, die sich „äußerst engagiert, kämpferisch und hartnäckig“ für ihre Themen eingesetzt habe.

„Sigrid Schild hinterlässt das Bild einer überaus sympathischen, eindrucksvoll am Gemeinwohl orientierten Persönlichkeit, die sich mit Herz und Verstand für die Stadt Böblingen eingesetzt hat“, schreibt die Stadtverwaltung in einem Nachruf. „Bei Gemeinderat, Stadtverwaltung und Bürgerschaft war sie gleichermaßen geschätzt und geachtet.“

Dabei trat Sigrid Schild in der Öffentlichkeit fast immer gemeinsam mit ihrem Mann Peter Schild auf. 1961 hatten die beiden geheiratet, von 1973 bis 2002 prägte Peter Schild als Schulleiter das Max-Planck-Gymnasium in Böblingen. Beide engagierten sich kommunalpolitisch sowie beim Böblinger Galerieverein und den Museumsfreunden. Das Ehepaar Schild kam zu städtischen Veranstaltungen, beteiligte sich an Diskussionen und besuchte Kulturtermine. „Wir haben alles zu zweit gemacht“, erzählte Sigrid Schild, als ihr Mann im Juni 2020 verstarb. Nun ist sie ihm gefolgt.