Gelungener Jubiläumsauftakt unter freiem Himmel
Vorstand Marcel Keckert und sein musikalischer Leiter Sascha Burmühl sind zufrieden mit der Auftaktveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum. Die Frage ist nur, ob es pandemiebedingt dabei bleibt. Die Stirn Keckerts legt sich bereist in Sorgenfalten. „In den letzten Tagen trudeln immer mehr Absagen von Fasnetsveranstaltungen ein mit der Konsequenz, dass auch immer weniger Auftritte in der Jubiläumssaison winken“, sagt der Vorsitzende des Guggenmusikvereins.
Schon bei der Jubiläumsveranstaltung mussten sich Keckert und Co. flexibel zeigen. Die eigentlich für die Turn- und Festhalle geplante Veranstaltung zum 25-Jährigen fand letztlich als Open-Air-Sause auf dem Schulgelände der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule in Ehningen statt.
Rechtzeitig mit der Gemeinde umgeplant
Aufgrund von Corona-Beschränkungen im Innenbereich und einer sichereren Durchführung unter freiem Himmel entschied sich der Vereinsvorstand schon sechs Wochen vor der geplanten Veranstaltung dazu, das Ereignis von der Festhalle in den Außenbereich zu legen.
Neues Häs reißt Loch in die Vereinskasse
„Eine Herkulesaufgabe, die wir erfolgreich bewältigt haben. Die Schwierigkeit, alle sicherheitsrelevanten und coronabedingten Einschränkungen unter einen Hut zu bringen, war in diesem Jahr sicherlich nochmals deutlich größer als beim bewährten Konzept in der Ehninger Festhalle“, weiß Keckert, der im Hauptberuf übrigens für das Landratsamt und die Gemeinde Deckenpfronn ebenfalls für Recht und Ordnung sorgt. Trotz der Ortsveränderung sollten am Ende die hohen Ausgaben für das Fest dann noch gedeckt werden oder im besten Fall sogar noch etwas hängen bleiben, da in der Vereinskasse laut Keckert durch die aufwändige Häs- und Maskenproduktion Ebbe herrscht.
In Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung Ehningen konnte immerhin mit dem Schulhof der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule recht schnell ein passender Veranstaltungsort gefunden werden. Die Standortvorteile: gute Anbindung, genügend Platz, geeignet für Zugangskontrollen und separatem Ein- und Ausgang sowie wetterfest, weil asphaltiert.
Umfangreiches Sicherheitskonzept sorgt fürs Gelingen
Daraufhin wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet von der Ausrichtung der Bühne unter Berücksichtigung der Lärmwerte über Aufstellflächen für Feuerwehr sowie der Flucht- und Rettungswege bis hin zu Wasser-/Abwasseranschlüssen, Stromversorgung und einer Umfriedung des Geländes mit Bauzäunen nebst Ein- und Ausgang. Die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen wurden laut Keckert auf dem 1800 Quadratmeter großen Gelände von den 1000 Besuchern eingefordert und eingehalten. Darunter mischten sich sowohl Privatpersonen als auch rund 60 befreundete Zünfte, die der Einladung gefolgt waren und aus ganz Baden-Württemberg anreisten.
Viele Gastkapellen haben Stimmung gemacht
Neben den Gastgebern traten auch sechs Gastgruppen auf, nämlich Mix Tour Weil der Stadt, die Knallfrosch Combo aus Weiler, die Grenzweg-Synfoniker aus Kniebis, die Herrenberger Gassahuber, die Hechinger Gugguba sowie die Pfuutzgermusigg aus Seitingen-Oberflacht. Krönender Abschluss war natürlich die Häspräsentation der Ehninger Edafetzer, die sich ab sofort im Cyber-Wikinger Kostüm zeigen, das über ein Jahr konzipiert und eigenständig produziert wurde. Die Masken, Anregungen und Ideen fürs Häs wurden in Zusammenarbeit mit dem erfahrenen Maskenbauer „Gillys Maskenhaus Mangeon“ entwickelt.
Vereinschronik
1996
Gründung durch Jürgen Reiter und 5 Guggenmusiker. Jürgen Reiter übernahm die Leitung, Organisation und Ausbildung der neuen Musiker. Im Laufe des Jahres 1996 wuchs die Gruppe auf ca. 15 Mitglieder an. Die ersten Auftritte folgten in der Fasnet 97/98 mit knapp 20 Musikern.
2001
Zum fünfjährigen Bestehen entschied sich die Gruppe für ein neues Häs, dem „Tiger-Look“. Die Gruppe bestand aus 50 aktiven Spielern und hatte Auftritte in Belgern, Dresden, Lille, Luxemburg sowie in mehreren Orten der Schweiz, in Straßburg und in Paris.
2006
Zum zehnjährigen Bestehen wurde das „Fantasy-Mittelalter-Häs“ ins Leben gerufen. Es folgten weitere Internationale Auftritte, auch bei der Steubenparade in New York.
2012
Die Edafetzer zeigen sich im neuen Häs als „Future-Enten“.
2016
Das 20-jährige Bestehen wird gefeiert und das neue Häs mit dem Motto „Fire&Ice“ präsentiert.