Ehrenamtspreis Engagement zahlt sich aus

Von Caroline Leibfritz 

Der stellvertretende Fußball-Abteilungsleiter des TSV Uhlbach, Christoph Metzger, hat den Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballbundes erhalten.

Christoph Metzger Foto: Christoph Metzger
Christoph Metzger Foto: Christoph Metzger

Obertürkheim - Obertürkheim - Schon in seiner Kindheit ist Fußball seine große Leidenschaft gewesen. Und das zeigt Christoph Metzger auch heute noch – und zwar nicht nur dann, wenn er selbst kickt, sondern auch, wenn er sich als stellvertretender Fußball-Abteilungsleiter und als Jugendleiter des Vereins TSV Uhlbach um die Belange der Mitglieder kümmert. Für seinen Verein engagiert sich der 41-jährige Uhlbacher seit mehr als zwanzig Jahren. Und dieser Einsatz wurde nun ganz offiziell gewürdigt: Vor Kurzem ist Christoph Metzger als Sieger des Bezirks Stuttgart mit dem Ehrenamtspreis des Deutschen Fußballbundes (DFB) ausgezeichnet worden. Gleichzeitig wurde er in den DFB Club 100 aufgenommen – eine Ehrung, die vor ihm erst zwei Stuttgartern zuteil wurde.

Der DFB-Ehrenamtspreis wird seit 1997 jedes Jahr vom DFB und dessen Landesverbänden vergeben. Diese wählen aus den Kreisen und Bezirken insgesamt 360 Preisträger aus. In diesem Jahr wurden aus dem Bezirk Stuttgart 14 Ehrenamtliche geehrt, als Sieger des Bezirks wurde Christoph Metzger gewürdigt. Alle Preisträger werden zu Lehrgängen eingeladen, die Ehrungen, sportpolitische Diskussionen mit Prominenten sowie Besuche von Bundesligaspielen beinhalten.

Eine besondere Ehre ist die Aufnahme in den Club 100

Die 100 engagiertesten Ehrenamtlichen im Bundesgebiet werden außerdem für ein Jahr in den Club 100 aufgenommen. Sie erwartet neben einer offiziellen Feierstunde beispielsweise auch der Besuch eines Länderspiels der Nationalmannschaft – für Christoph Metzger eine tolle Bestätigung seiner Vereinsarbeit.

Dass er von seinem Verein für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen wurde, wusste Metzger zwar schon einige Zeit. Die Auszeichnung als Bezirkssieger und vor allem die Aufnahme in den Club 100, sagt er, hätten ihn dennoch positiv überrascht. „Ich freue mich darüber, dass das Engagement im Verein so gewürdigt wird“, so Metzger. „Das motiviert einen noch mehr zum Weitermachen.“ Toll sei auch, dass er nun auch von Kollegen auf seine Vereinsarbeit angesprochen werde, die aus der Presse von seiner Auszeichnung erfahren hätten.

Metzger engagiert sich seit 1990 für seinen Verein

Für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen wurde der 41-Jährige von seinem Verein, für dessen Fußballabteilung er sich seit 1990 engagiert. Angefangen hat der Uhlbacher, der sonst als Verbesserungsmanager für die Firma Daimler Prozesse optimiert, als Jugendtrainer. In dieser Position war er in den 1990er Jahren mehrere Jahre tätig und übt sie seit fünf Jahren erneut aus. Aktuell trainiert er die E-Jugend, in der auch sein neunjähriger Sohn Lenny spielt. 1999 übernahm Metzger den Posten des stellvertretenden Abteilungsleiters, vor zweieinhalb Jahren kam dann noch die Funktion des Jugendleiters hinzu. Seither organisiert Metzger Sportcamps, Turnierbesuche, Feiern, Sportwochenenden oder Ausflüge im In- und Ausland. Außerdem kümmert er sich um die Sponsorensuche. Aktuell sind beim TSV Uhlbach 120 Kinder und Jugendliche im Fußballbereich aktiv.

Früher, erzählt Metzger, habe er selbst in der Kreis- und Bezirksliga gespielt, heute kicke er nur noch freizeitmäßig einmal pro Woche. „Trotzdem versuche ich, mir an den Wochenenden immer möglichst viele Spiele unserer Mannschaften anzuschauen“, sagt der Fußballliebhaber. So verbringe er jede Woche etwa acht bis zehn Stunden im Verein.

Der Nachwuchs liegt Metzger besonders am Herzen

Besonders am Herzen liegen dem Jugendleiter seine Nachwuchsspieler. „Bei den Jungen muss man schon schauen, dass sie am Ball bleiben, denn wer mit 15 oder 16 Jahren aufhört zu spielen, ist weg“, erklärt Metzger. Deshalb müsse man der Jugend ein gutes Training, aber auch ein attraktives Vereinsleben mit Ausflügen und Partys bieten, um sie bei der Stange zu halten. „Es ist für einen Verein einfach wichtig, auf die Jugend zu setzen. Und dafür engagiere ich mich“, erklärt Metzger. „Schließlich lebt ein Verein ja auch von seinen Ehrenamtlichen.“