Wer in diesen Tagen am Hirschbrunnen in Feuerbach vorbeikommt, wundert sich vielleicht und fragt sich: Wer hat den Brunnen so schön herausgeputzt? Kinder, Eltern und Erzieher der Kita Forsthausstraße schmücken alljährlich das Wasserspiel.

Feuerbach - Wer in diesen Tagen am Hirschbrunnen an der Klagenfurter Straße vorbeikommt, wundert sich vielleicht und fragt sich: Wer hat diesen Brunnen so schön herausgeputzt? Die Antwort: Die 22 Kita-Kinder aus der städtischen Einrichtung Forsthausstraße sowie deren Eltern und die Erzieherinnen der Kita haben für die Verschönerungsaktion im Feuerbacher Ortskern gesorgt.

 

Andernorts haben die Osterbrunnen eine lange Geschichte. In Feuerbach ist der Brauch noch nicht so alt. Die Leiterin der Kindertagesstätte, Cornelia Vollandt-Bechert, und ihr damaliges Erzieher-Team haben die Tradition vor 16 Jahren wiederbelebt.

Nach altem Brauch wird der Brunnen geschmückt

Seitdem versammeln sich jedes Jahr in der Woche vor Ostern die 22 Kinder aus der Tageseinrichtung vor dem erstmals 1680 erwähnten Hirschbrunnen. Nach altem Brauch schmücken sie mit den Eltern und Erzieherinnen das schmiedeeiserne Wasserspiel mit grünen Zweigen, bunten Bändern und bemalten Ostersymbolen. Anschließend feiern die Kinder mit allerlei Liedern, Singspielen, Gedichten, Tänzen und anderen Darbietungen ein Brunnenfest auf dem kleinen Platz nahe der Feuerbacher Einkaufsmeile.

Väter, Mütter, aber auch Feuerbacher Bürger und Honoratioren umringen die Schar der Aufführenden. Diesmal tanzten die Drei- bis Sechsjährigen die Geschichte vom „Hoppelhasen“ passend zu Ostern und sangen dazu: „Hoppelhase Hans, macht heute einen Tanz“. Roland Welz spielte mit seiner Gitarre dazu. Schon seit Jahren begleitet er die Auftritte der Kinder der Einrichtung Forsthausstraße – nicht nur an Ostern, sondern auch im Advent. „Mein Opa spielt super Gitarre“, berichtete einst eines der Kita-Kinder. Von da an war Welz fest gebucht. Am Ende der Feier gab es viel Applaus für den Auftritt. Danach konnten sich alle bei Kaffee oder Tee aufwärmen. Dazu wurden belegte Brötchen und selbst gebackener Kuchen gereicht. „Schön, dass es den alten Brauch wieder gibt“, meinte eine Passantin.