Ein Fußballer im Glück Warum Monaco Kevin Volland so stark macht

Ist wieder in der Nationalelf: Kevin Volland Foto: imago/Revierfoto

Neben Siegen und Niederlagen gibt es in der Welt des Sports auch reichlich Absurdes, Seltsames und Lustiges. Daher kürt unsere Sportredaktion mit einem Augenzwinkern täglich die Sportsfreundin oder den Sportsfreund des Tages. Heute: der Fußballer Kevin Volland.

Stuttgart - Man muss Joachim Löw zugute halten, dass er überall hinguckt – auch nach Monaco. Dorthin hat es im vergangenen Jahr den ehemaligen Leverkusener Stürmer Kevin Volland verschlagen. Damit war eigentlich klar, dass es für den Mann, der mehr als vier Jahre kein Länderspiel mehr absolviert hatte, nur diese eine Zukunft geben kann: aus den Augen aus dem Sinn.

 

Doch dann kam alles anders. Löw beeindruckte der starke dritte Platz der AS Monaco in der französischen Liga, und er bemerkte auch, dass Volland einen nicht unerheblichen Anteil an dem Erfolg hatte. Also tippte der Bundestrainer die Nummer von Volland ins Handy und sagte: „Hast du Bock auf die EM?“ Und Volland antwortete hurtig mit Ja.

Gute Laune am Meer

Ihm selbst war ja auch aufgefallen, was ihn besser gemacht hatte im Fürstentum. Zur guten Laune, die nun einmal aufkommt, wenn man in der Märchenwelt der Grimaldis lebt und jeden Tag aufs Mittelmeer blickt, gesellte sich noch eine taktische Veränderung. In der französischen Liga hat er bei Trainer Niko Kovac meist „in den Halbräumen gespielt“, berichtet Volland, „so zwischen der flachen Neun und der richtigen“. Wo auch immer genau dieser Platz sein mag: 16 Ligatore und acht Vorlagen machten den guten Mann besser denn je. Übrigens wäre auch ein starker Eishockeyspieler aus ihm geworden, meinte der Fußballer, der die WM in Lettland zurzeit verfolgt wie wohl kein anderer Kicker. Vater Andreas Volland trug einst das DEB-Trikot und spielte für den EV Füssen. Als klar erkennbarer Center mit linker Schusshand – und nicht irgendwo zwischen flach und richtig.

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