Ein Holzgerlinger Imker erklärt Wie funktioniert ein Bienenstock?

  Foto: Stefanie Schlecht
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Peter Sohns aus Holzgerlingen imkert bereits seit neun Jahren und weiß: Bienenvölker haben komplizierte soziale Strukturen. Die Grundlagen erklärt er hier.

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Holzgerlingen - Im Bienenvolk (zirka 60 000 Bienen) hat jede Arbeiterin eine fest zugeordnete Aufgabe: Putzbienen reinigen die Brutzellen und bereiten sie für das erneute Bestiften (mit Eiern bestücken) durch die Königin vor.

Ammenbienen versorgen die Brut mit Nahrung.

Heizerbienen sind für eine konstante Erwärmung des Brutnestes auf etwa 35 Grad verantwortlich.

Tankerbienen holen Nahrung für die Heizerbienen, da deren Aufgabe viel Energie verbraucht.

Belüfterbienen sorgen durch Flügelventilation für ausreichend Belüftung, sollte es im Bienenstock zu warm werden.

Die Zofen hegen und pflegen ihre Königin. Für die Zubereitung des Honigs sind die Honigbereiterinnen verantwortlich.

Die Kundschafterinnen fliegen in die Natur und halten nach Trachtquellen, also Blüten, Ausschau. Diese Trachtquellen teilen sie den Bienen mit und die Sammlerinnen holen dann den Nektar oder Honigtau ein. Die Aufgaben der Arbeiterinnen sind nicht statisch. Sie ändern sich, je älter die Arbeiterinnen werden, bis schlussendlich zur Wächterbiene, die überwacht, wer Zugang zum Bienenstock bekommen will und Eindringlinge abwehrt.

Drohnen, also die männlichen Bienen, haben nur eine Aufgabe: Sie begatten die Königin während ihres Hochzeitsfluges. Dabei sterben sie. Ende August werden Drohnen komplett aus dem Bienenstock geschmissen, dieser Prozess wird Drohnenschlacht genannt. (Peter Sohns)

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