Ein Jahr vor dem Start der Remstal-Gartenschau Angebote an der Rems und für Kulturliebhaber

Von  

Eigentlich binden alle Kommunen – außer jenen, die wie Korb, Kernen und Fellbach nicht an der Rems liegen – den Fluss ein. Bisher an vielen Stellen kaum zugänglich, soll die Rems wieder erlebbar gemacht werden. Mit Sitzbänken aus Baumstämmen und Findlingen als Quellwächtern wird bereits am Remsursprung eine neue Aufenthaltsfläche geschaffen. Solche Erlebnisbereiche direkt am Fluss, teilweise mit Spielmöglichkeiten, gibt es etwa auch in Waiblingen, in Plüderhausen oder Winterbach. Dort findet zurzeit auch die größte Renaturierung statt: auf 1,1 Kilometer n Länge soll die Rems wieder fließen dürfen wie sie möchte. Auch in Schorndorf und Weinstadt wird der Fluss auf einigen hundert Metern renaturiert, es werden naturbelassene Bereiche sowie verschiedene Zugänge geschaffen. Zudem werden spezielle Gewässerführer ausgebildet, die ihr Wissen über die Rems bei Führungen weitergeben sollen. Attraktiver werden soll der Fluss auch für Kanufahrer. Bei Weinstadt sollen zudem schwimmende Bühnen – floating stages – ihren Platz auf der Rems finden. Diese wurden von Studenten der Universität Stuttgart konzipiert, sollen etwa für Lesungen, Weinverkostungen oder Konzerte genutzt werden und können die Rems hinauf- oder hinabfahren.

Angebote für Kulturliebhaber

Ein ambitioniertes und interkommunales Projekt sind die „16 Stationen“: 16 namhafte Architekturbüros aus ganz Deutschland gestalten Landmarken für das Remstal, Kuratorin ist Jórunn Ragnarsdóttir. Eine Verbindung zwischen Natur und Kunst wird auch der Land-Art-Künstler David Klopp aus Winterbach für mehrere Kommunen umsetzen. Er entwirft Skulpturen in der Natur, die Umsetzung kann dann von den Besuchern direkt vor Ort mitverfolgt werden. Und schließlich gibt es mehrere kommunale Kunstprojekte: etwa einen Kunstweg in Plüderhausen, den Wanderweg namens Kunsttour in Waiblingen oder ein Bildhauer-Symposium mit Open-Air-Atelier in Essingen. In Schwäbisch Gmünd soll es den Glaubensweg „Via Sacra in Gamundia“ geben, in Remshalden entsteht unter Federführung der Kirchengemeinden mit dem Entdeckweg eine Mischung aus Kunstpfad, Erlebnispfad und Besinnungsweg. Eine ungewöhnliche Verbindung zwischen Natur und Kunst wird im Weidachtal bei Fellbach geschaffen: Der nicht mehr genutzte Teil der Kläranlage zeigt, wie sich die Natur ihren Platz zurückerobert. Der ehemalige Faulturm der Kläranlage wird zur Aussichtsplattform, in den Tropfkörpern finden Ausstellungen statt. Besondere Kunst- und Kulturangebote soll es zudem in der Kunstlichtung in Waiblingen geben – um diese zu schaffen, wurden 200 Silberweiden gepflanzt.