Einár 19-jähriger Rapper in Stockholm erschossen

Die Polizei sichert den Tatort ab. Foto: dpa/Christine Olsson
Die Polizei sichert den Tatort ab. Foto: dpa/Christine Olsson

Der schwedische Rapper Einár ist in Stockholm erschossen worden. Der 19-Jährige war im vergangenen Jahr bereits Opfer eines Entführungsversuchs.

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Stockholm - Ein in seiner schwedischen Heimat beliebter Rapper ist unweit des Zentrums von Stockholm erschossen worden. Wie mehrere schwedische Medien übereinstimmend berichteten, wurde der 19-jährige Einár am Donnerstagabend im normalerweise ruhigen Stadtteil Hammarby Sjöstad durch mehrere Kugeln getötet. Eine Polizeisprecherin bestätigte den Tod eines 19-Jährigen durch Schüsse an dem Ort, nannte aber gemäß der üblichen Praxis der schwedischen Polizei den Namen des Opfers nicht.

Einár, der mit bürgerlichem Namen Nils Kurt Erik Einar Grönberg hieß, war im vergangenen Jahr bereits Opfer eines Entführungsversuchs gewesen. Hinter der Tat soll sein Rivale Yasin gestanden haben, mit dem Einár öffentlich im Streit lag. Yasin wurde wegen der versuchten Entführung im vergangenen Juli zu einer zehnmonatigen Haftstrafe verurteilt. 

Mordermittlungen aufgenommen

Nach Angaben der Polizeisprecherin wurde die Polizei gegen 23.00 Uhr wegen der Schüsse alarmiert. Trotz Erster Hilfe konnte das Leben des 19-Jährigen nicht mehr gerettet werden. Die Polizei ermittle wegen Mordes, es würden mehrere Zeugen befragt, sagte die Sprecherin.

Schweden leidet seit einigen Jahren unter einer Zunahme der Bandenkriminalität. Auch Einárs Songs handelten oft von einem Leben in der Kriminalität, von Drogen und Waffen. Seinen Durchbruch hatte er 2019, als seine Single „Katten i trakten“ (Die Katze in der Gegend) auf dem 1. Platz in Schweden landete. Einár wurde mit mehreren Musikpreisen ausgezeichnet, darunter mit dem schwedischen Grammy.

„Erneut wurde ein junges Leben ausgelöscht, und ich weiß, dass er vielen jungen Menschen viel bedeutet hat“, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven der schwedischen Nachrichtenagentur ITT. Den Medienberichten zufolge stand Einár unter Schutz.




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