Das Skelett eines Höhlenbären zieht jedes Jahr Tausende Menschen in eine Höhle auf der Schwäbischen Alb. Dies hinterlässt Spuren in Form von Moos und Algen. Nun kehrt der Bär frisch gereinigt in seine Höhle zurück.

Sonnenbühl - Die Bärenhöhle auf der Schwäbischen Alb hat ihren Bären zurück. Befreit von Moos und Algen ist das mindestens 15 000 Jahre alte Skelett eines Höhlenbären künftig wieder in der Höhle bei Sonnenbühl im Kreis Reutlingen zu sehen. Über drei Monate hinweg reinigten Experten der Universität Tübingen die jahrtausendealten Knochen, wie eine Sprecherin der Gemeinde Sonnenbühl mitteilte.

Durch das künstliche Licht in der Höhle und die jährlich Tausenden Besucher, die Samen und Erde in die Höhle tragen, war zum zweiten Mal eine Reinigung des Bärenskeletts notwendig.

Skelett wurde vor Jahrzehnten entdeckt

Das Skelett war 1949 in der Höhle entdeckt worden, wo es zuvor bei etwa neun Grad Celsius, 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und vollständiger Dunkelheit überdauert hatte. Anders als viele andere Skelette landete dieses nicht im Museum, sondern wurde zurück in die Höhle gebracht.

Dort ist es vom 5. März an zu sehen, wenn die Gemeinde Sonnenbühl die Höhle wieder für Besucher öffnet. Ein Präparator wird an diesem Tag unter dem Titel „Knochenjob“ Führungen zum Bärenskelett anbieten.