Einbruch der Gewerbesteuer Corona-Krise trifft vor allem Ludwigsburg und Stuttgart hart

In manchen Städten, wie etwa Freiburg, nahmen die Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer wiederum zu. (Symbolbild) Foto: dpa/Jens Wolf
In manchen Städten, wie etwa Freiburg, nahmen die Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer wiederum zu. (Symbolbild) Foto: dpa/Jens Wolf

Vielen Kommunen in Baden-Württemberg sind wegen der Coronavirus-Pandemie die Einnahmen aus der Gewerbesteuer weggebrochen. Besonder betroffen sind unter anderem die Kreise Ludwigsburg und Stuttgart.

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Stuttgart - Den baden-württembergischen Kommunen sind 2020 infolge der Corona-Krise die Gewerbesteuereinnahmen weggebrochen. Sie gingen um 19 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurück, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Nach Abzug der Gewerbesteuerumlage standen ihnen netto 5,8 Milliarden Euro zur Verfügung und damit 734 Millionen Euro weniger als im Jahr 2019. Ein Rückgang um 11,1 Prozent. Bereits im Jahr 2019 hatte die Konjunktur geschwächelt.

Die Gewerbesteuer wird von den Gemeinden auf den Gewinn eines Unternehmens erhoben. Freiberufler müssen sie nicht zahlen.

Bei den einzelnen Land- und Stadtkreisen gab es deutliche Unterschiede in der Entwicklung der Gewerbesteuereinnahmen. So gab es Kreise, in denen die Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer gestiegen sind, wie in Freiburg (plus 1,3 Prozent) oder beispielsweise in den Landkreisen Neckar-Odenwald-Kreis (plus 7,3 Prozent) oder Heidenheim (plus 7,0 Prozent). Die höchsten Rückgänge verzeichneten die Landkreise Ludwigsburg (minus 30,5 Prozent) und Esslingen (minus 25,0 Prozent). Bei den Stadtkreisen gingen die Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer vor allem in Stuttgart (minus 21,4 Prozent), Karlsruhe (minus 20,4 Prozent) und Heilbronn (minus 19,2 Prozent) deutlich zurück.

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