Die Bilder lassen Leerstellen zu

Der jetzt vorliegende Bildband „India“ bringt den Betrachter auf der Wohnzimmercouch nah ran an die unterschiedlichsten Leute: Man sieht jene, deren Kleidungsstil von Traditionen geprägt ist; Frauen, die von einer besseren Welt träumen; einen jungen Mann, der Glitzer im Gesicht verstreut hat; eine Schönheit im violettleuchtenden Sari, eine Dragqueen in High Heels oder einen Hühnerhändler auf einem Fahrrad. Es sind Traurige und Glückliche, Arme und Reiche, Dünne und Dicke, Junge und Alte – und noch ganz viele mehr. Die Bilder lassen nämlich Leerstellen zu, Schuman bewertet die Menschen und das Land mit seinen Fotografien nicht. Es gibt nichts, womit man Indien fassen könnte. Mit den Bildern von Scott Schuman kommt man dem Ziel auf sehr schöne Weise näher.