Eine Liebeserklärung Ti Amo, Stuttgarter Herbst

Bunter Kessel. In Stuttgart ist der Herbst inzwischen ganz offensichtlich angekommen.  Foto: Joachim Baier
Bunter Kessel. In Stuttgart ist der Herbst inzwischen ganz offensichtlich angekommen. Foto: Joachim Baier

Der Herbst ist da und zeigt sich in diesem Jahr meist von seiner schönsten Seite. Auch unser Autor ist großer Fan der bunten Jahreszeit. Eine Liebeserklärung an den Herbst in Stuttgart.

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Stuttgart – Der Sommer war in diesem Jahr so schlecht, dass man ihm eigentlich nicht nachtrauern muss. Während der Juni, der Juli und auch der August vor allem Regen statt Sonne nach Stuttgart brachten, präsentiert sich der Herbst aktuell von seiner besten und vor allem schönsten Seite.

Wenigstens darauf ist Verlass. Und auch, wenn es draußen nun ab und an recht windig zugeht und ich aktuell mit der Kehrwoche dran bin und somit schon bald den Kampf gegen das Laub aufnehmen muss, freue ich mich sehr über den Herbst im Kessel. Diese Jahreszeit, in der das penetrante Geräusch von Besen und (wie sollte es auch anders sein?) Laubbläsern durch die Straßen Stuttgarts hallt, ist nämlich vor allem eines: wunderschön.

Bunter Kessel, bester Kessel

Während man im Sommer in Stuttgart eigentlich immer irgendwie nass ist, sei es durch den Regen oder vom hitzebedingten Schwitzen, sorgt der Herbst im Kessel nun endlich für Temperaturen und Wetterbedingungen, die man gerne als "angenehm" bezeichnet. Nicht zu warm, nicht zu kalt, weiterhin perfektes Wetter, um vorm Lieblingscafé noch ein bisschen Sonne zu tanken, bevor man sich dann doch auch in diesem Jahr wieder wundert, wie schnell es draußen dunkel wird. Ja, die Tage werden kürzer und der Kessel wird bunter. Denn spätestens jetzt färben sich die Blätter an den Bäumen, alles deutet auf den Herbst hin (auch die Fensterdeko der Nachbarn) und Stuttgart sah ganz offensichtlich nie schöner aus (trotz der Fensterdeko nebenan). 

Zwischen Laub und Übergangsjacken

Und so laufe ich aktuell täglich durch die Stadt, sehe die bunten Blätter an den Bäumen und die bunten Übergangsjacken an den Menschen. Der Herbst ist in Stuttgart angekommen – und irgendwie auch auf meiner Playlist. Denn musikalisch ist diese Jahreszeit wieder irgendwas zwischen dem neuen Song von Adele und den letzten beiden Alben von Taylor Swift. Alles wird ein bisschen ruhiger – nur das Hupen der Autos, das Fegen der Besen und der Lärm der Laubbläser bleibt, it’s a mood.

Ti Amo, Herbst  

Der Herbst ist einfach meine absolute Lieblingsjahreszeit. Des isch halt so. Auch wenn das Laub, aus einer von der Kehrwoche geprägten Perspektive, wirklich ein Problem sein kann. Stuttgart, das Unwissende oder erfolgreiche Podcaster ja gerne mal als "hässlich" bezeichnen, ist jetzt so einladend wie nie. Und das liegt nicht nur am Riesenrad auf dem Schlossplatz, das es seit Wochen in jede Instagram-Story schafft. Nein, sogar das 2020 etwas zu übertrieben zelebrierte Spazierengehen macht jetzt wieder Spaß. Ob im Schlossgarten, am Bärensee, durch den Rosensteinpark, hoch zum Teehaus oder einfach ein Spaziergang durch die Stadtviertel – an allen Spots schreit die Stadt jetzt nach Herbst.

Und bevor schon bald der Winter kommt – und sind wir mal ehrlich: ein Winter Wonderland haben wir hier eher selten – und alles dann doch irgendwie dunkel und nass wird, genieße ich nochmal die letzten Sonnenstrahlen, die dieser Herbst mit sich bringt. Und sollte es draußen dann doch zu kalt werden, gibt es zum Aufwärmen einfach ein paar Maultaschen in der Brühe. Ti Amo, Stuttgarter Herbst.




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