Eine neue Fläche für den Süden Ein neuer Park für Heslach

Kaum ist der Platz  von Amtsleiter Volker Schirner und Bezirksvorsteher Raiko Grieb eingeweiht (links), sind auch schon die ersten kleinen Besucher da (rechts). Foto: Nina Ayerle
Kaum ist der Platz von Amtsleiter Volker Schirner und Bezirksvorsteher Raiko Grieb eingeweiht (links), sind auch schon die ersten kleinen Besucher da (rechts). Foto: Nina Ayerle

Mehr Grün, mehr Licht, mehr Bänke: Der Bihlplatz ist für rund 320 000 Euro umgestaltet worden und erstrahlt seit dieser Woche in neuem Glanz.

Leben: Nina Ayerle (nay)
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S-Süd - Einfach schön“ sei der neue Bihlplatz, sagte die Anwohnerin Marta Walser kurz und knapp. Ohne viel Schnörkel, aber sicher leichter zu pflegen ohne die vielen Büsche. Allerdings müsse jetzt jeder ein bisschen mit aufpassen: „Damit es schön bleibt“, betonte Walser.

Der Bihlplatz war in den letzten Jahren eher zu einem öffentlichen Hundeklo verkommen. Das soll jetzt anders werden. Seit Dienstag erstrahlt die Fläche an der Böblinger Straße vor dem ehemaligen Ochsen und der Weinstube Heslach nämlich in neuem Glanz. Mehr Grün, mehr Licht, eine Tischtennisplatte und ein Spielgerät für Kinder sowie schattenspendende Bäume hat der Bihlplatz nun. Für rund 320 000 Euro hat die Stadt Stuttgart das Plätzchen aus Step-Mitteln saniert. Bezirksvorsteher Raiko Grieb lobte bei der Einweihung am Dienstag, dass viele Vorschläge von Bürgerseite umgesetzt wurden. „Schön ist, dass der Platz barrierefrei ist“, betonte er. Auch einige der bisher lehnenfreien Bänke werden noch nachgerüstet. Also eigentlich alles wunderbar gelungen am Bihlplatz. Nur eines stört Grieb: Grünfläche am Bihlplatz sei so ein unschönes Wort. „Ich nenne es Heslacher Park.“

Für diesen Park habe man viel abgeräumt, gerodet sowie einige Bäume entfernt, sagte Volker Schirner. Vor allem der Abriss des ehemaligen Trafohäuschens habe viel Offenheit für den Platz gebracht, ergänzte der Amtsleiter des Garten-, Forst- und Friedhofsamtes. Davor sei der Bihlplatz ja doch recht„verlottert“ gewesen. Die Umgestaltung – für ihn und seine Mitarbeiter einer der schöneren Aufgaben – täte dem Süden und den direkten Anwohnern sehr gut. „Der Platz war immer beliebt, jetzt ist er auch schön“, sagte Schirner stolz.

Die Planungen haben sich über mehrere Jahre gezogen

Der Weg bis hin zum neuen Heslacher Park war jedoch kein leichter. Bereits im Jahr 2011 war m an sich im Bezirksbeirat Süd einig, Mittel aus der Stadtentwicklungspauschale (Step) für eine Neugestaltung des einstigen Heslacher Dorfplatzes zu verwenden. Lange standen die Pläne still, weil nicht geklärt werden konnte, was mit der Trafo-Station der EnBW in der alten Nähstube passieren soll. Bis dann die Planungen letztlich durch alle Gremien waren, verging ebenfalls viel Zeit.

Ein Infoabend mit den Anwohnern im November 2014 schürte erneut die Befürchtung, das Projekt könnte sterben. Die einen wünschten sich Skulpturen am Platz, also eher eine künstlerische Gestaltung, die anderen eine städtische Oase und wieder andere einen Spielplatz. Geworden ist es nun ein bisschen von allem.

Der Mülleimer des Jugendrates wurde geklaut

Nur die Kunst fehlt. Die wurde nämlich kürzlich geklaut. Denn eigentlich hätte der von Jugendräten hübsch besprayte, städtische Mülleimer weiterhin den Bihlplatz zieren sollen. Unbekannte haben diesen mitgenommen.

Immerhin wird endlich der Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite entlang der Stadtbahnhaltestelle saniert. „Ich bin jetzt auch froh, dass es nun bald einen gescheiten Gehweg gibt“, sagte Raiko Grieb.

Jetzt fehlt am Bihlplatz eigentlich nur eines: Dass der ehemalige Ochsen endlich unter neuem Pächter wiedereröffnet.




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