Einreise in unser Nachbarland Das sollte man für den Urlaub in Österreich wissen

Mittlerweile ist ein Urlaub in Österreich wieder möglich – bei der Ein- und Ausreise gibt es aber ein paar Dinge, die man beachten muss. Foto: imago images/imagebroker
Mittlerweile ist ein Urlaub in Österreich wieder möglich – bei der Ein- und Ausreise gibt es aber ein paar Dinge, die man beachten muss. Foto: imago images/imagebroker

Egal ob Wien, Innsbruck oder Tirol: Österreich hat für Urlauber viel zu bieten. Aufgrund des Coronavirus gibt es aber aktuell einige Bestimmungen für Touristen. Wir bieten einen Überblick darüber, was man bei Einreise und Ausreise beachten muss.

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Stuttgart - Viele Baden-Württemberger dürften sich darüber freuen: Urlaub im beliebten Reiseziel Österreich ist auch in diesem Sommer aktuell wieder möglich. Allerdings gibt es einige Bestimmungen, die man für den Trip in das Nachbarland und die Rückkehr nach Deutschland beachten muss. Wir bieten einen Überblick darüber, was bei der Ein- und Ausreise gilt.

Das muss man für die Einreise nach Österreich vorbereiten

Reisen nach Österreich sind aus Ländern mit niedriger Inzidenz – wie Deutschland – grundsätzlich möglich. Urlauber müssen sich allerdings vor der Einreise in das Alpenland registrieren. Empfohlen wird, dies über das elektronische Onlineformular zu tun. Die Empfangsbestätigung muss bei der Einreise in digitaler oder ausgedruckter Form vorliegen, um sie bei den durchgeführten Grenzkontrollen vorzeigen zu können. Weitere Informationen zu der Registrierung, die auch Pre-Travel-Clearance genannt wird, finden Sie hier. Personen, die sich nicht online registrieren können, haben auch die Möglichkeit, das Formular auszudrucken, es auszufüllen und so an der Grenze vorzeigen. Das Dokument finden Sie hier.

Außerdem gilt für deutsche Urlauber bei der Einreise nach Österreich die 3-G-Regel. Das bedeutet, man muss nachweisbar getestet, geimpft oder genesen sein. Als getestet gilt nach den aktuellen Bestimmungen, wer entweder einen negativen PCR-Test vorweisen kann, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder einen negativen Antigen-Schnelltest, der nicht länger als 48 Stunden vor der Reise gemacht wurde. Ausgenommen von der Regel sind Kinder bis 10 Jahre. Dass man getestet ist, muss anhand des Testergebnisses oder eines ärztlichen Zeugnisses belegt werden. Kann kein negatives Testergebnis vorgelegt werden, muss man sich auf eigene Kosten innerhalb von 24 Stunden nach der Einreise testen lassen – außer man ist geimpft oder genesen.

Darauf müssen Geimpfte und Genesene achten

Auch Geimpfte müssen ein paar Dinge bei der Einreise beachten. Eine Erst-Impfung darf nicht länger als drei Monate zurückliegen gerechnet ab dem 22. Tag, nach dem man die Impf-Dosis erhalten hat. Wurde man schon zum zweiten Mal geimpft, verlängert sich die Gültigkeit der Impfung um weitere sechs Monate. Als Nachweis für die Impfung wird bei der Einreise der gelbe Impfpass akzeptiert.

Auch Genesene müssen einen entsprechenden Beleg dabei haben. Als genesen gilt, wer in den vergangenen sechs Monaten eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden hat. Akzeptiert wird als Nachweis eine ärztliche oder behördliche Bescheinigung, wie beispielsweise ein Absonderungsbescheid. Damit gleichgestellt ist auch ein Beleg dafür, dass man Antikörper gegen das Coronavirus in sich trägt. Das Ergebnis eines Antikörper-Tests, der das aufzeigt, darf aber nicht älter als drei Monate sein.

Muss man nach der Einreise in Quarantäne?

Seit dem 19. Mai gilt die Quarantänepflicht nicht mehr für Urlauber aus niedrigen Inzidenzgebieten und entfällt damit auch für deutsche Reisende. Wer sich allerdings in den zehn Tagen vor der Einreise nach Österreich in einem Risikogebiet aufgehalten hat und weder geimpft noch genesen ist, muss sich aber nach wie vor in Quarantäne begeben. Nach fünf Tagen kann man sich jedoch frei testen. Für Personen, die in den letzten zehn Tagen in einem Virusvariantengebiet waren und nun nach Österreich reisen, gilt ebenfalls die Quarantänepflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Aber auch hier besteht aber die Möglichkeit, sich nach fünf Tagen frei zu testen.

Eine Übersicht darüber, welche Länder als niedrige Inzidenzgebiete gelten und welche als Risiko- oder Virusvariantengebiete, finden Sie im unteren Teil der österreichischen Einreiseverordnung. Alle Informationen zur Einreise nach Österreich gibt es außerdem zum Nachlesen auch auf der entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich

Restaurants, Cafés, Theater, Sportanlagen und Bäder haben seit Mai in Österreich wieder geöffnet. Betreten darf man diese Einrichtungen aber nur, wenn man nachweist, dass man getestet, geimpft oder genesen ist. Auch Veranstaltungen sind in dem beliebten Urlaubsland in Innenräumen und Außenbereichen wieder erlaubt, wenn auch mit eingeschränkten Besucherzahlen.

Im öffentlichen Nahverkehr, Supermärkten, Seilbahnen und Reisebussen muss in Österreich derzeit noch zwingend eine FFP2-Schutzmaske getragen werden. Außerdem ist ein Mindestabstand von zwei Metern sowohl drinnen als auch draußen Pflicht. Zumindest im Außenbereich soll die Maskenpflicht allerdings noch im Juni wegfallen.

Das muss man bei der Rückreise nach Deutschland beachten

Deutschland stuft Österreich derzeit größtenteils nicht mehr als Risikogebiet ein. Nur die Bundesländer Voralberg, mit Ausnahme des Kleinwalsertals, und Tirol, mit Ausnahme der Gemeinde Jungholz, gelten noch als Risikogebiete. Wer in einem dieser beiden Gebiete Urlaub gemacht hat, muss sich für die Rückreise nach Deutschland auf www.einreiseanmeldung.de registrieren. Bei der Heimreise soll man dann einen Nachweis der Anmeldung auf dem Portal bei sich haben. Für Personen, die sich nicht digital anmelden können, gibt es auch hier ein Formular zum Ausdrucken und Ausfüllen. Wer seine freien Tage in den restlichen Gebieten Österreichs genossen hat, muss sich für die Einreise nach Deutschland nicht registrieren.

Bei der Rückreise per Auto gilt für Personen, die ihren Urlaub in Tirol oder Voralberg verbracht haben: Sie müssen innerhalb von 48 Stunden nach der Heimkehr ein Nachweis vorgelegen, dass sie negativ getestet, geimpft oder genesen sind. Diese Angaben übermittelt man über das Einreiseportal des Bundes. Reisende, die aus Jungholz, dem Kleinwalsertal oder den restlichen Teilen Österreichs per Auto einreisen, müssen keinen solchen Nachweis erbringen. Kehrt man per Flugzeug aus dem bergigen Land heim, sieht es jedoch anders aus: Alle Personen müssen schon vor der Einreise der Fluggesellschaft einen Beleg dafür vorzeigen, dass sie getestet, geimpft oder genesen sind. Das gilt unabhängig davon, wo man in Österreich seinen Urlaub verbracht hat.

So weist man Test, Impfung oder Genesung bei der Rückkehr nach

Um als getestet zu gelten, muss man ein negatives Testergebnis vorlegen. Dabei kann es sich entweder um das Ergebnis eines PCR-Tests handeln, der nicht mehr als 72 Stunden zurückliegt, oder das eines Antigenschnelltests, der nicht älter als 48 Stunden ist. Geimpfte können als Nachweis beispielsweise den gelben Impfpass verwenden. Dabei muss die zweite Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen. Und für Genesene dient als Beleg für die Rückreise nach Deutschland das positive Ergebnis eines PCR-Tests, das mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist.

In Deutschland angekommen müssen Reisende, die nicht aus den zwei Risikogebieten in Österreich zurückkehren, nicht in Quarantäne. Für Personen, die in einem der beiden Bundesländer Urlaub gemacht haben, gilt jedoch eine zehntägige Quarantänepflicht nach ihrer Heimreise. Die Quarantäne endet, sobald man über das Einreiseportal den Nachweis übermittelt hat, dass man geimpft, getestet oder genesen ist. Außerdem kann man sich auch ohne einen dieser drei Belege frühzeitig aus der Quarantäne frei testen. Alle Details zur Rückreise nach Deutschland finden Sie auch auf der entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes.




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