Einsätze im Kreis Böblingen Polizeibeamte mehrfach angegriffen und beleidigt

Von sw 

Bei Einsätzen am Wochenende erleben Polizeibeamte und Rettungssanitäter in Böblingen und Sindelfingen wiederholt verbale und körperliche Angriffe. Dabei werden einige Polizisten leicht verletzt.

Die Polizei hatte am Wochenende im Kreis Böblingen alle Hände voll zu tun. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger
Die Polizei hatte am Wochenende im Kreis Böblingen alle Hände voll zu tun. (Symbolbild) Foto: dpa/Patrick Seeger

Sindelfingen/Böblingen - Zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen sind bei Einsätzen in Böblingen und Sindelfingen mehrfach Einsatzkräfte der Polizei und des Rettungsdiensts beleidigt oder verletzt worden. Gegen 20 Uhr wurde der Polizei in Böblingen eine Schlägerei am Unteren See in der Herrenberger Straße gemeldet, berichtet die Beamten. Vor Ort trafen sie auf einen alkoholisierten 32-Jährigen, der am ganzen Körper Platz- und Schürfwunden aufwies.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte sich der Mann mit einer Gruppe angelegt, infolgedessen es zu einer Schlägerei kam. Der Verletzte verhielt sich so aggressiv, dass ihm die Beamten Handschellen anlegen und ihn auf der Trage des Rettungsdienstes fixieren mussten. Auf dem Weg ins Krankenhaus beleidigte und bedrohte der Mann fortlaufend Polizeibeamte, Rettungssanitäter und Ärzte.

36-Jähriger in Sindelfingen greift Polizist an

Wie die Polizei zudem berichtet, kam es im Laufe der Nacht gegen 2.40 Uhr in der Sindelfinger Planiestraße zunächst zu einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen. Beim Eintreffen der Beamten liefen nach Angaben der Polizei mehrere Menschen schreiend umher und ein 36-Jähriger mit blutverschmiertem T-Shirt ignorierte immer wieder die Aufforderungen, den coronabedingten Sicherheitsabstand einzuhalten.

Als ein Polizist den Mann auf Abstand schieben wollte, griff der 36-Jährige den Beamten an, sodass ihn mehrere Einsatzkräfte auf den Boden brachten und ihm Handschellen anlegten. Umstehende Personen solidarisierten sich mit dem Festgenommenen und gingen die Beamten verbal an. Auf dem Weg zu einem Streifenwagen trat der 36-Jährige einen Polizisten zweimal gegen den Kopf und verletzte ihn.

Und der Gewaltausbruch ging weiter: Im Polizeirevier versuchte er, einem Beamten einen Kopfstoß zu verpassen, sodass der 36-Jährige wieder zu Boden gebracht werden musste, wobei sich ein Polizist leicht verletzte. Wenig später in Gewahrsam ging er die Rettungskräfte an, die ihn untersuchen sollten.

Festgenommener 17-Jähriger randaliert

In Böblingen rief gegen 2 Uhr nachts eine Zeugin die Polizei. Die Frau hatte in der Danziger Straße verdächtige Geräusche gehört und sah drei Jugendliche, die versuchten ein geparktes Fahrzeug aufzubrechen. Die Polizeibeamten entdeckten das Trio und wollten einen 17-Jährigen vorläufigen festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf dem Revier sollte der Heranwachsende in Gewahrsam kommen, woraufhin er flüchten wollte und plötzlich um sich schlug.

Der Jugendliche zerstörte einen Einrichtungsgegenstand und wehrte sich schon auf dem Boden fixiert massiv. Erst mehreren Beamten gelang es, den 17-Jährigen in eine Zelle zu bringen, ehe er in die Obhut von Erziehungsberechtigten kam.




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