Einsatz im Schlossgarten Polizei wartet auf Antwort der Bahn

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Wieder einmal hat die Polizei den Beginn ihrer Einsatzplanung für den Schutz der Baumfällarbeiten im Schlossgarten verschoben.

Bis zum 29. Februar dürfen die Bäume im Schlossgarten gefällt werden, danach nur noch mit Ausnahmegenehmigung. Foto: dpa
Bis zum 29. Februar dürfen die Bäume im Schlossgarten gefällt werden, danach nur noch mit Ausnahmegenehmigung. Foto: dpa

Stuttgart - Wieder einmal hat die Polizei den Beginn ihrer Einsatzplanung für den Schutz der Baumfällarbeiten im Schlossgarten verschoben. Man habe dem Unternehmen am Montag einen Termin mitgeteilt, zu dem die Polizei ausreichend Einsatzkräfte bereitstellen könnte, um die Baustelle im Schlossgarten zu schützen, sagte der Polizeisprecher Stefan Keilbach. Die Pläne stehen, es gehe nun darum, sie umzusetzen und die Fremdkräfte in den Einsatz einzuweisen. „Aber wir haben gestern keine Antwort von der Bahn bekommen“, so Keilbach. Darüber ist man im Polizeipräsidium irritiert. Die Polizei hatte kommuniziert , dass sie etwa zehn Tage brauche, bis man bereit sei, die Pläne für den Baustellenschutz im Park umzusetzen. Wegen der ausbleibenden Antwort habe die Polizei keine Mitteilung an das Innenministerium gegeben, das die Einsatzkräfte ordert.

„Wir sind in enger Abstimmung mit der Polizei und den Projektpartnern über den Einsatzbeginn“, sagte Nadia El Almi vom S-21-Kommunikationsbüro der Bahn. Die Bahn sei zwar eigentlich „schon längst bereit“ für die Arbeiten im Schlossgarten. Dafür drängt die Zeit, denn Bäume dürfen nur bis zum 29. Februar gefällt werden, danach nur noch mit Ausnahmegenehmigung.

Während die Polizei am Montag vergeblich auf eine Antwort der Bahn wartete, versuchte der Ministerpräsident Winfried Kretschmann Ruhe in die Diskussion um S 21 zu bringen. Er veröffentlichte auf seiner Facebookseite einen Brief, in dem er an die Bürger appelliert, das Ergebnis der Volksabstimmung zu akzeptieren. Indes gingen am Abend bei der 110. Montagsdemonstration laut Polizei 1800 Teilnehmer (3000 waren es den Veranstaltern zufolge) gegen das Projekt auf die Straße. ceb