Bis zuletzt war unklar, was hinter dem Transport von Bäumen per Hubschrauber zwischen den Stuttgarter Stadtbezirken Botnang und Feuerbach steckt. Jetzt hat die Stadt darüber informiert.

Baden-Württemberg: Florian Dürr (fid)

Ein Zettel im Briefkasten informiert die Anwohner in der Nähe des Feuerbachtals zwischen den Stadtbezirken Botnang und Feuerbach über den Einsatz der Helikopter, die seit Dienstagvormittag Bäume transportieren. „Durch den Betrieb eines Helikopters entsteht Rotorabwind. Dieser Abwind verursacht im Umkreis der Arbeitsstelle Turbulenzen“, heißt es von den beiden Unternehmen, die den Einsatz durchführen. Deshalb bitte man die Anwohner unter anderem, Fenster und Balkontüren zu schließen, ihre Haustiere im Haus zu behalten und das Auto in der Garage oder weiter entfernt zu parken.

 

Der Transport der Bäume dauere noch bis Freitag, 13. Februar, und finde im Namen der Stadt Stuttgart statt. Doch in der dortigen Pressestelle war bis zum Dienstagabend nichts zum Hintergrund des Einsatzes herauszufinden. Auch eine Anwohnerin beschwert sich und wendet sich an unsere Redaktion: „Ich finde den Zettel sehr unglücklich, weil er die ganze Verantwortung an die Bewohner abgibt, maximale Flexibilität fordert, aber nichts zu den Hintergründen sagt.“

Ein Zettel im Briefkasten informiert Anwohner über den Hubschrauber-Einsatz. Foto: privat

Doch jetzt ist das Rätsel gelöst. „Bei dem Hubschraubertransport handelt es sich um eine Baumpflegemaßnahme im Uferbereich des Feuerbachs zwischen Botnang und Feuerbach im Feuerbachertal“, teilt eine Sprecherin der Stadt Stuttgart am Dienstagabend mit. Vor Ort sei die „Entnahme von einigen kranken Bäumen notwendig“. Es handele sich um einzelne kranke Eschen am Ufer des Feuerbachs. „Diese müssen aus Sicherheitsgründen schnellstmöglich außerhalb der Vogelschutzzeiten noch entfernt werden“, erklärt die Sprecherin.

Da der Einsatz nur einzelne Bäume betreffe, kämen die Hubschrauber zum Einsatz, um Flurschäden zu vermeiden. Auch in den nächsten Tagen sind weitere Hubschrauberflüge geplant. Die Stadt Stuttgart werde im Laufe des Mittwochs in einer weiteren Medienmitteilung darüber informieren. Bis dahin heißt es für die Anwohner in unmittelbarer Nähe: Fenster schließen, Haustiere rein, Auto in die Garage. Denn die beiden Unternehmen machen klar: Man haftet nicht für „Schäden, die entstehen, wenn die genannten Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten werden“.