Schäden im Asphalt und ein neues Rückhaltesystem sorgen für Eingriffe auf der B29 im Remstal. Wo und wie lange Pendler betroffen sind.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Wer auf der B29 durchs Remstal Richtung Stuttgart fährt, braucht zurzeit mal wieder Geduld. Zwischen Schorndorf und Lorch gilt auf Höhe der Wieslauftalbrücke vorübergehend Tempo 60. Und bei Remshalden-Geradstetten wird Anfang März eine Spur gesperrt.

 

Grund sind Schäden im Asphalt und neue Schutzplanken, wie das Landratsamt des Rems-Murr-Kreises in zwei Mitteilungen bekannt gibt. Zwei Maßnahmen, ein Ziel: mehr Sicherheit auf einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Region.

Straßenschäden bremsen den Verkehr auf der B29

Im Bereich der Wieslauftalbrücke hat der Fahrbahnbelag gelitten. Schadstellen führten laut Mitteilung zu Wassereinbrüchen in den Straßenaufbau und zu Asphaltausbrüchen. Das klingt technisch, heißt aber schlicht: Der Belag bröckelt. Und wo Wasser eindringt, frisst sich der Schaden tiefer.

Das zuständige Regierungspräsidium Stuttgart hat bereits in der vergangenen Woche mit einer provisorischen Ausbesserung reagiert. Die betroffene Stelle wurde mit Asphalt geflickt. Doch wie groß das Ausmaß der Schäden tatsächlich ist, lässt sich derzeit noch nicht abschließend bewerten, heißt es weiter.

Tempo 60 auf der B29: Sicherheit geht vor

Bis Klarheit herrscht, wird der Verkehr vorsorglich mit reduzierter Geschwindigkeit über den Abschnitt geführt. Tempo 60 gilt in Fahrtrichtung Stuttgart bis auf Weiteres. Die Maßnahme diene der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, so das Landratsamt.

Eine fachgerechte Sanierung ist angekündigt. Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten soll die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder aufgehoben werden. Wann genau das sein wird, bleibt offen. Fest steht: Die B29 bleibt vorerst eine Baustelle auf Zeit.

Neue Schutzplanken bei Geradstetten

Auch weiter westlich, vor der Anschlussstelle Geradstetten in Richtung Stuttgart, stehen Veränderungen an. Auf rund 150 Metern wird ein modernes Fahrzeugrückhaltesystem installiert. Der Grund: eine erhebliche Höhendifferenz zwischen der Bundesstraße und einem parallel verlaufenden Gewässer.

Die neue Schutzeinrichtung soll die Unfallschwere und die Folgen möglicher Unfälle in diesem kritischen Abschnitt deutlich reduzieren, heißt es in der Mitteilung. Zugleich werde der Streckenabschnitt technisch auf den neuesten Stand gebracht.

Baustelle auf der B29: Pendler müssen mit Stau rechnen

Gebaut wird von Montag, 2. März, bis Mittwoch, 4. März, jeweils zwischen 9.30 und 15.30 Uhr. In dieser Zeit wird eine Fahrspur eingezogen. Pendler müssen sich also auf Einschränkungen im laufenden Verkehr einstellen.

Das Landratsamt bittet um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich und um Verständnis für die unvermeidbaren Verkehrseinschränkungen. Für viele im Remstal bedeutet das: langsamer fahren, genauer hinschauen – und hoffen, dass die Arbeiten zügig abgeschlossen sind.