Einzelkritik vom Leverkusen-Spiel Das Abwehrbollwerk hält nicht lange genug

Enttäuschung pur: Christian Gentner nach dem 1:2 in Leverkusen. Foto: dpa
Enttäuschung pur: Christian Gentner nach dem 1:2 in Leverkusen. Foto: dpa

Leverkusen - Bei der 1:2-Niederlage in Leverkusen hat der VfB lange Zeit sehr gut verteidigt. Im Spiel nach vorne jedoch taten die Stuttgarter zu wenig, um für Entlastung zu sorgen. Die Einzelkritik.

Sven Ulreich: Note 2

Hinter einer guten Abwehr war er ein gute Torwart. Ulreich hielt, was zu halten war. Pech für ihn, dass nach seiner besten Parade gegen Stefan Kießling der Bayer-Kapitän Lars Bender per Kopf zum 2:1-Endstand abstaubte.

Gotoku Sakai: Note 3

Der Japaner begann auffällig stark. In der zweiten Hälfte hatte er etwas mehr Probleme mit dem schnellen André Schürrle. Bei einem Konter vergab Sakai die große Chance zum möglichen 2:0.

Serdar Tasci: Note 2

Bester VfB-Spieler. War lange Zeit der Turm in der Schlacht und gewann viele wichtige Zweikämpfe. Den Einbruch am Ende konnte auch er nicht verhindern.

Antonio Rüdiger: Note 2-3

An der Seite Tascis bot auch Rüdiger eine gute Leistung, er spielte kompromisslos und besann sich auf die einfachen Dinge. Ein Patzer unterlief ihm in der ersten Hälfte, als er sich verschätzte und den Ball per Kopf auf Kießling weiterleitete.

Arthur Boka: Note 3

Bot eine ordentliche Leistung links hinten – trotz des Fiebers, wegen dem er zur Pause in der Kabine bleiben musste.

William Kvist: Note 3-4

Agierte als eine Art Libero vor der Abwehr und war fast ausschließlich in der Defensive im Einsatz. Schaffte es nicht, für etwas Entlastung zu sorgen.

Christian Gentner: Note 3

Er hatte im Mittelfeld wieder einmal die Hauptlast zu tragen. Absolvierte ein enormes Pensum und vergab nach Sakai die zweite Chance zum 2:0.

Raphael Holzhauser: Note 4

Dass der Österreicher am Ball sehr begabt ist, sieht man immer wieder. Allerdings fragt man sich, warum der Jungspund immer spätestens nach einer Stunde mit seinen Kräften am Ende ist.

Martin Harnik: Note 5

Schwächster Spieler im VfB-Trikot. Das Spiel lief über weite Strecken an ihm vorbei – nicht zum ersten Mal in den vergangenen Wochen.

Ibrahima Traoré: Note 4

Weil sich der VfB praktisch ausschließlich auf die Defensive konzentrierte, bekam Traoré kaum die Möglichkeit, Akzente zu setzen.

Vedad Ibisevic: Note 2-3

Wieder einmal ein undankbares Spiel für einen Stürmer. Holte immerhin fast das Maximum raus: Elfmeter rausgeholt und selbst verwandelt.

Cristian Molinaro: Note 4-5

Sein Handspiel im Strafraum verhinderte den möglichen Sieg. Es war unabsichtlich und sehr unglücklich zwar, aber an dieser Stelle hatten seine Hände nichts zu suchen.