Eis-Saison 2024 Das ist die beliebteste Eis-Sorte in Ludwigsburg

Eis im Frühling geht immer – ob Zimt, Reismilch oder der Klassiker Vanille. Foto: Stefanie Schlecht

In der Ludwigsburger Innenstadt ist die Auswahl von Eisdielen groß. Was gibt es Neues in den Theken und was ist dieses Jahr besonders gefragt? Ein Besuch.

Ludwigsburg : Anna-Sophie Kächele (ask)

Der Pferdemarkt in Ludwigsburg steht an diesem Wochenende an, und ein Besuch in der Innenstadt lässt sich ideal mit einer Kugel Eis verbinden. Doch was sind eigentlich die Trends in diesem Jahr, welche Sorten werden besonders gut verkauft? Und welche Neuheiten gibt es in den Eistheken? Ein Spaziergang.

 

So bleibt das Eis cremig

Zwei Sorten werden in Gesprächen mit Eisdielenbesitzern in der Ludwigsburger Innenstadt immer wieder genannt: dunkle Schokolade und Pistazie. „Wenn ich die Menschen probieren lasse, wollen sie alle Pistazie“, sagt Werner Reumann von der Gelateria Flora. Seit drei Monaten verkauft der gebürtige Venezolaner in der Seestraße sein Eis. Das Besondere dabei: Das Eis dreht sich bei Minus acht bis zehn Grad konstant in kleinen Behältern – so soll es besonders cremig bleiben. Mit einem Spachtel schichten Werner Reumann und seine Mitarbeiter das Eis in die Waffeln und Becher. Eine Portion kostet zwei Euro und ist etwas größer als die klassische Kugel. Der Eisdielenbesitzer hat in den drei Monaten schon einige Stammkunden gewonnen – und erzählt von der „Familie Pistachio“, die er so genannt hat, weil alle Familienmitglieder bei Besuchen in der Gelateria Pistazie bestellen. Eine Kundin vor dem Geschäft teilt noch einen Tipp: „Am Pistazieneis merkt man, ob es gutes Eis ist.“

Auch Antonio Cordella, der nur wenige Meter weiter das Eiscafé Dolce Vita betreibt, sagt: „Wenn ich es habe, wollen die Menschen Pistazie und Walnuss.“ Die Sorten seien aufgrund der hohen Produktionskosten lange Zeit nicht angeboten worden, heute fänden sie sich aber in fast jeder Eisdiele. Eines fällt Cordella auf: Die Kunden lassen sich von der Fernseh-Werbung beeinflussen. Trotzdem bleibe das Kundenverhalten unvorhersehbar. Mal verkaufen sich besondere Sorten wie Zimt besser, mal schlechter.

Vegane Sorten

Im Eissalon Olivier in der Myliusstraße werden neben den klassischen Fruchteissorten auch vegane Sorten mit Reismilch angeboten. Von den 56 Sorten, die sich in der Theke des Familienunternehmens befinden, sind knapp die Hälfte vegan. Besonders beliebt auch hier: Pistazie und dunkle Schokolade, Sorten mit Olivenöl und das Orangeneis. „Wir holen jedes Jahr mit dem Anhänger eine Tonne Orangen aus Sizilien und verarbeiten sie“, erzählt Isabelle Olivier.

Die Klassiker gehen immer

Viele Eisdielen lassen sich immer wieder etwas Außergewöhnliches einfallen: Rose mit Pfirsich im Dolce Vita, Muffin oder Cheesecake im Eiscafé Amatista oder Gurkensalat im Eissalon Olivier in der Myliusstraße. „Ich denke, dass viele auch zu uns kommen, weil es so verschiedene und speziellere Sorten gibt“, sagt Isabelle Olivier.

Während also mancherorts experimentierfreudigeren Kunden aufschlagen, bemerkt Michael Betz von Eis Olivier in der Wilhelmstraße, dass man es mit den neuen Sorten nicht übertreiben darf. „Wenn eine Sorte fehlt, merken das die Leute, die gewöhnen sich an das Angebot“, sagt er. Die Klassiker gingen immer, bei neuen Sorten käme es auch auf den Namen an. Während Mango-Maracuja gerne gekauft wird, „nimmt Aprikose kein Mensch“, sagt Betz.

Im Landkreis tauchen auch vermehrt Eis-Automaten auf. 365 Tage im Jahr gekühltes Eis gibt es vor dem Steinheimer Unverpackt-Laden. Konkurrenz für die klassischen Eisdielen? „Nein, die Leute kommen trotzdem“, sagt Werner Reumann. Michael Betz bezweifelt, dass sich die kostspieligen Geräte lange halten. Er kann sich aber gut vorstellen, dass sie beispielsweise an Radwegen gut laufen.

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