Eishockey-0berliga Stuttgarter Rebels – „Wir haben das bekommen, was wir verdient haben.“

Hielt die Rebels lange im Spiel: Torhüter Nick Vieregge. Foto: Günter Bergmann

Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels tritt im Heimspiel gegen das Schlusslicht Erding Gladiators nicht als Team auf und verliert verdient mit 2:3.

Ausgerechnet zu Hause und ausgerechnet gegen das Schlusslicht Erding Gladiators gab es für den Eishockey-Oberligisten Stuttgart Rebels am Freitagabend einen Dämpfer. Nach vier Siegen in Serie unterlag das Team von Neu-Coach Eu Jin Yap auf der Waldau vor 926 Zuschauern mit 2:3. Im Kampf um die Pre-Playoffs stehen die Stuttgarter weiterhin auf Tabellenplatz zehn und haben noch ein Vier-Punkte-Polster. Jedoch folgen zwei schwere Aufgaben: An diesem Sonntag beim Klassenprimus Deggendorfer SC, am Dienstag (20 Uhr) vor heimischem Publikum gegen den DEL-2-Absteiger und Fünftplatzierten Selber Wölfe.

 

Die Erding-Pleite bedeutete für Eu Jin Yap die erste Niederlage in seinem fünften Spiel als Rebels-Coach. Zu viele Fehler hätten die Seinen gemacht und im letzten Drittel den Fuß zu sehr vom Gas genommen, hat Yap erkannt. Vor dem Abschlussdurchgang führten die Gastgeber nach Treffern von Jannik Herm und Fabian Renner noch mit 2:1, verfielen dann aber in den Verwaltungsmodus, was die Gäste, die über die gesamte Spielzeit die besseren Möglichkeiten hatten, eiskalt nutzten und ihre Niederlagenserie von vier Pleiten verdient beendeten. So sah es auch der Sportliche Leiter der Rebels und Stürmer Matt Pistilli: „Unser Torhüter Nick Vieregge und das fehlende Glück der Erdinger im Abschluss haben uns im Spiel gehalten.“ Dementsprechend sei die Führung nach dem zweiten Drittel für sein Team schmeichelhaft gewesen, die Gäste hätten durchaus mit zwei, drei Toren in Front liegen können, sagt Pistilli, der aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls des Kanadiers Matteas Derraugh (Gehirnerschütterung) am Freitagabend eigentlich die dritte Importstelle hätte besetzten können. Jedoch: „Ich wollte nach den Siegen die erfolgreichen Reihen nicht auseinanderreißen und Eu Jin beim Coaching unterstützen“, erklärt Pistilli.

Zu Beginn des letzten Abschnitt investierten die Gastgeber zu wenig in die Offensive, leisteten sich, wie häufig an diesem Abend, viele einfache Fehler und spielten laut Pistilli weiter nicht als Team, sondern jeder für sich. Die Folge: „Wir haben das bekommen, was wir verdient haben“, konstatiert Pistilli. Das heißt: Den Ausgleich durch Thomas Matheson mit seinem zweiten Tor des Tages, sowie den letztendlichen Niederlagentreffer von Erik Modlmayr rund 13 Minuten vor der Schlusssirene.

Statistik zum Spiel

Tore: 0:1 Matheson (1:48), 1:1 Herm (5:10), 2:1 Fabian Renner (39:54), 2:2 Matheson (45:31), 2:3 Modlmayr (47:35).

Strafzeiten: Stuttgart 4 Minuten/Erding 4 Minuten.

Zuschauer: 926

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